19136-02 Thema Parken auf dem Bürgersteig/Gehweg sogenannter „Berliner Begegnungszonen“ vs. „Berliner Linie“ entsprechend StVO?

Zwischenzeitlich wurde m.E. das Straßenbild der Testphase des Pilotvorhabens Bergmannstraße der „Berliner Begegnungszonen“ noch weiter verunstaltet.

Rotweiße Poller als „Haltesperren“ o.ä. entlang der weißen Straßenbegrenzungslinien an Straßenecken, die dort wohl für am Straßenverkehr teilnehmende Bürger, die offenbar an „mangelndem“ Sozialverhalten im Straßenverkehr „leiden“, dort einbetoniert wurden, macht uns über die Vielzahl der gelblichen Blechparklets mit vereinzelt plazierten „Friedhofsgrünbottichen“ hinaus, noch nachdenklicher.

Kreuzung Bergmannstraße/Nostitzstraße

Die Akteure verstehen es doch tatsächlich uns Bürger eine bessere „Begegnung“ suggerieren zu wollen, als die Begegnung, die gestern im Begegnungskiez „go!bergmann“ erlebt werden konnte! Allerdings auf Kosten der Straßenbildgestaltung der Bergmannstraße: Der Straßencharakter ist meines Erachtens hin!

Um die tristen „Friedhofsgrünbottiche“ bunter zu machen, haben sich der Bezirks-Stadtrat Schmidt und die zuständige Senatorin Günther gestern dazu hinreißen lassen, dann auch noch „Friedhofsblümchen“ zu pflanzen!

… in Klausur: Senatorin Günther wird vom Bezirks-Stadtrat Schmidt zur Seite genommen?

Offenbar Fishing for „green“?!

Im Rahmen dieser Aktion, hatte ich die Gelegenheit, die Parkplatzfrage für „Verkehrsteilnehmende“, Autofahrer, Motorradfahrer, Radfahrer und sonstige Fahrer, die heutzutage Parkplätze benötigen, wie Lastenräder, Velobikes, eBikes usw. in Praxis der Testphase zu beobachten!

Die reversiblen „Anlehnbügel“ sind nun ja einbetoniert! Dieser Tage wurde sogar über Twitter, der Umstand, dass diese jetzt auch genutzt werden, u.a. vom Bezirks-Stadtrat und der Bezirks-Bürgermeisterin lobend retweetet!

Als wenn das besonders erwähns- oder lobenswert sei und nicht selbstverständlich.

Realität ist jedoch, dass nach wie vor etliche Fahrräder usw. auf den Bürgersteigen/Gehwegen plaziert werden, abgesehen von Motorrädern usw., wofür offenbar in der Planung keine Parkflächen vorgesehen wurden.

Offenbar haben die Verkehrsteilnehmer der Gruppe Autofahrer bisher noch nicht begriffen, wo und wann und wenn, wielange in der Bergmannstraße geparkt werden darf. Da hat sich meinem Eindruck nach nichts verbessert. Autos stehen vor Einfahrten fast auf den Querungsmodulen, Behindertenparkplätzen, Lieferzonen usw., ohne sich an Verkehrsschildern zu stören!

Zwei Ordnungsamt-Mitarbeiter habe ich versucht anzusprechen, was z.B. bezüglich der m.E. „falschparkenden“ Zweiräder auf den Bürgersteigen/Gewegen im Rahmen der Fußverkehrsstrategie für Berlin in der Bergmannstraße (TrippleB) unternommen wird. Mit dem Ergebnis, dass ich eines „Besseren“ belehrt wurde, denn nach der „Berliner Linie“ gemäß StVO, so wurde mich erklärt, sei das Parken auf Gewegen, zumindest auf dem Distanzstreifen zur Straße hin, erlaubt.

Das hat mich „verblüfft“!

Diese Richtlinie oder dieses Schlagwort konnte ich im Zusammenhang von Parken auf Gehwegen oder Gehsteigen … bei meiner Recherche bisher nicht finden!

Ungeachtet, ob das Parken auf Gewegen nach StVO nun erlaubt ist oder nicht, verstehe ich nicht, wieso im Rahmen der Berliner Fußverkehrsstrategie die StVO bisher keine „Begegnungszonen-Novellierung“ für Deutschland, aber zumindest für die „Berliner Begegnungszonen“ erfahren hat!

Warum werden in der ca. 1 Mio. € teuren Testphase des Pilotvorhabens Bergmannstraße dann Fahrradbügel auf den eigentlichen Parktflächen einbetoniert, wenn nach wie vor auf den „Begegnungszonen-Gehwegen“ weiterhin geparkt werden darf? Wo bleibt da dann der gelobte Platz für die „Berliner Begegnung“, wie sich die Akteure das vorstellen?

Ich bin gespannt auf die „Lobesrede“ der Akteure zur feierlicher Eröffnung der temporären Testpase mit reseversiblen Blech-Parklets-Elementen mit „Friedhofsgartenbottichen“ und Pollern und Fahrradbügel und Straßenmalkunst!

Verkehrssicherheitsbedenken angebracht? Unseres Erachtens schon!

Bunt gepflanzt ist ja nun schon seit gestern. Jetzt fehlen nur noch die Paten.

erstellt 19136, zuletzt aktualisiert 19142-19h36

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19136-01 Info: Die Senatorin Günther und der Bezirks-Stadtrat Schmidt – In der Testphase Bergmannstraße in SW61 fehlt wohl „Grün“? > Berlin-Kreuzberg: Einsame Verweilinseln – Berlin – Tagesspiegel Mobil

https://m.tagesspiegel.de/berlin/berlin-kreuzberg-einsame-verweilinseln/23704186.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.qwant.com%2F

Wohl Spende von „Jungpflanzen Brandkamp“?

Frau Senatorin Günther pflanzt …

Herr Bezirks-Stadtrat Schmidt scheint zufrieden .. es grünt so grün …

Die Akteure: „abgekämpft“? ….

Ja oder Nein?
19136 Parklet-Testphase Pilotvorhaben Bergmannstraße vor Hausnummer 8, 9: Die Friedhofsblumenaktion der Akteure!

Eingestellt 19136, zuletzt aktualisiert 19142-19h27
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19125-02 Info: Wo Mietfahrräder parken! > n-tv mobil: So manche Klausel ist ungültig

https://www.n-tv.de/20922887

Mietfahrräder werden oftmals einfach so irgendwo abgestellt. Da stellt sich für mich die Frage, wenn Mietfahrräder z.B. auf den Gehwegen in der Testphase des Pilotvorhabens „Berliner Begegnungszonen“ in der Bergmannstraße abgestellt werden, ob es nicht möglich sein wird zu testen und Regelungen hinsichtlich Bußgelder, „kostenpflichtig Einsammeln“ o.ä. zu schaffen, damit das angestrebte Flächenmanagement nicht ad absurdum geführt wird!

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19123-01 Info: Position der Initiative! – Wessen Interessen werden vertreten? > leiser-bergmannkiez.de – Homepage

http://www.leiser-bergmannkiez.de/bergmann.html

Gelegentlich verweisen wir auf den Link der Homepage von leiser-bergmannkiez, eine Initiative von Hans-Peter Hubert.

Hans-Peter Hubert ist offenbar als Mitglied vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg in die „Zentralen Steuerungsgruppe“ bezüglich der „Berliner Begegnungszone Bergmannstaße“ mit Frau Bolg berufen worden, deshalb ist er in der Regel gut informiert.

Abgesehen davon, so habe ich es verstanden, ist er wohl auch Initiator oder Mitinitiator bezüglich des Beschlusses der BVV, dass hinsichtlich der „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“ die Einrichtung einer Steuerungsgruppe notwendig ist und beschlossen wurde. So habe ich das in Erinnerung.

Eine Satzung o.ä. der Initiative ist uns nicht bekannt.

Interessant, wissens- und lesenswert finde ich folgenden Absatz:

„Die Idee von „Begegnungszonen“ in Berlin wird seit der Entscheidung für 3 Pilotprojekte kontrovers diskutiert – für eines der Pilotprojekte hatte sich der Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg im Jahr 2012 erfolgreich mit der Bergmannstraße beworben. Eine Übersicht über Dokumente der Diskussion um die Begegnungszone Bergmannstraße 2012 bis 2016 findet sich hier.

Klar ist: „Begegnungszonen“ in Form eines „shared space“, auf dem sich alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt begegnen, kann es in Deutschland (im Vergleich zu anderen Ländern) derzeit nicht geben. Denn die Straßenverkehrsordnung STVO gibt vor, dass das Auto auf allen öffentlichen Straßen Vorrang hat, eine „gleichberechtigte Begegnung auf der Straße“ mit anderen Verkehrsarten (Fußgänger, Radfahrer) ist nicht vorgesehen. Dies zu ändern wäre die Sache einer Gesetzesänderung auf Bundesebene.

Insofern war es aus unserer Sicht eine unglückliche Entscheidung des Senats, die begrüßenswerte Idee der Förderung von Fuß- und Radverkehr im Rahmen seiner Fußverkehrsstrategie mit dem missverständlichen Begriff „Begegnungszone“ zu benennen. Das Problem mit der STVO versucht der Senat mit dem Begriff der „Berliner Begegnungszonen“ zu umgehen, mit einem offenen Planungsrahmen: „Für eine neue Begegnungszone gibt es kein ‚Kochrezept‘. Jede Straße hat ihre eigenen Stärken, Schwächen und Besonderheiten. Aufbauend auf einer gründlichen Bestandsaufnahme und der Analyse vorhandener Konflikte werden Lösungen erarbeitet, welche die prägenden Rahmenbedingungen berücksichtigen“. Ziel soll sein, dass „das zu Fuß gehen einfacher und sicherer sowie die Aufenthaltsqualität gefördert wird„.“

Nicht als Besserwisser, aber richtiger- bzw. korrekterweise müsste es m.E. „Pilotvorhaben“ statt „Pilotprojekte“ heißen, denn die Pilotvorhaben sind Vorhaben des Modellprojektes 5 der Fußverkehrsstrategie für Berlin!

Richtig finde ich, dass der Begriff „Begegnungszonen“ mißverständlich scheint, allerdings hat sich diese Wortwahl bereits „international“, u.a. in der Schweiz und Österreich, als Begriff gebildet gehabt! Deshalb muss natürlich Berlin auch „Berliner Begegnungszonen“ haben, um nicht nachzustehen!

Allerdings finde ich den ständigen Verweis, dass „irgendetwas“ hier in Deutschland bei der Planung iS Begegnungszonen nicht möglich ist, weil die StVO das nicht zulässt, nicht verständlich, da dann m.E. erst die gesetzlichen Grundlagengeschaffen werden müssten/sollten, bevor solche Begegnungszonenplanungen in Angriff genommen werden.

Die Idee eines „offenen Planungsrahmen“, wie sie von Herrn Wolfarth von Alm, SenUVK, favoritisiert wird, halte ich für kontraproduktiv!

Wenn man die Idee einer Begegnungszone verfolgt, könnte man sich m.E. auch sradtplanerisch gut vorstellen, dass diese bis zum Kreuzberg verläuft und der Marheinkeplatz einbezogen wird.

Ob die Bewerbung des Bezirks beim Senat mit der Bergmannstraße als Pilotvorhaben für eine Berliner Begegnungszone wirklich erfolgreich im Sinne der Bewerbungsanforderungen war, lässt sich m.E. erst beantworten, wenn man die entsprechenden Unterlagen lesen könnte, denn Herrn Bezirks-Stadtrat Panhoff ging es vorrangig um die Fördermittel des Senats, wie er mir persönlich auf dem Bergmannstraßenfest 2016 erklärte.

zuletzt aktualisiert 19123-10h21

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