16074-05 News: Treffen der Gewerbetreibenden auf Einladung des Bezirksstadtrats Panhoff iS TrippleB = Berliner Begegnungszone Bergmannstraße

Der Vorab-Bericht: News, meine Meinung:
Kommentare beachten!

Den Herrn Moderator, den Namen habe ich nicht behalten, diesmal ein Glücksfall, wenn man „schauspielerische“ Fähigkeiten schätzt, hat er sich gut geschlagen!
Die Informationsveranstaltung des Abends wurde fast zum Event, als er seine Klamotten vor lauter Freude auf den Boden pfefferte!
Gekonnt hat er versucht das Podium und die Anlieger zu Wort kommen zulassen.
Ein ehrliches Lob meinerseits an die Organisatoren!

Versammlung 18.02.2016_ff

Lobenswert muss ich auch  hervorheben, dass, entgegen der Einladung vom 19.11.2015, eine Dame, den Namen habe ich auch nicht behalten, für das Protokoll gewonnen werden konnte!

Das Protokoll des Treffens vom 19.11.2015 ist uns bis heute unbekannt!

Am Podium saßen von links nach rechts:
Frau Nowak Wirtschftsresort des Bezirks,
Herr Wenz Ordnungsamt (?) des Bezirks,
Herr Dr. Beckers Bezirksstadtrat für Wirtschaft und stellvertretender Bürgermeister des Bezirks ,
Herr Bezirkbausstadtrat Panhoff, für Friedrichshain-Kreuzberg,
Herr Schulz-Herrman, Leiter des Straßenbauamtes (?) des Bezitrks,
Herr Wolfarth von Alm SenStadtUm und
Herr Dr. Heinrichs von LK-Argus für das Planerteam.

Die u.a. geschäftsmässig ansässigen Anlieger, oder kurz, die Gewerbetreibenden genannt, sind erfreulicherweise in großer Anzahl erschienen, ca. 60 Teilnehmer, zumindest waren fast alle Sitzgelegenheiten eingenommen (?)!
Ob auch Anwohner, Interessierte oder Medienvertreter, bis auf Herrn Prößner, TAZ, unter den Teilnehmenden gewesen sind, weiß ich nicht.

Nachdem die Herren Bezirksstadträte Ihre Statements verkündet haben, motivierte der künsterisch begabte Moderator Herrn Dr. Heinrichs sein angedachtes Intro vorzutragen, was allerdings nicht die Zustimmung aller Teilnehmer fand!
Deshalb wurde das „Intro“ zum Leidwesen von Dr. Heinrich übersprungen.

Herr Michael Becker von HERRLICH, kommissarischer Sprecher der Interessenvertretung der Gewerbetreibenden des Bergmann-Kiezes oder zumindest der Bergmannstraße, hat dann das von allen aufgeführten Teilnehmern des Treffens anerkannte Protokoll (und somit auch für alle verhinderten Kollegen) mit der Forderungsliste der Gewerbetreibenden unter Bezugnahme der nun bekannten Planungsideen des Senats und Bezirks vom Treffen am 11.2.2015 vorgetragen und schriftlich übergeben.
(Siehe entsprechenden Beitrag Forderungsliste der Gewerbetreibenden!)

In der Annahme, dass das Protokoll der Informationsveranstaltung des Abends, hoffentlich bald, wenn es dann auch vorliegt, die Diskussionsbeiträge im einzelnen detailliert und sachgrecht widergibt, will ich die Diskussionsergebnisse  (also: Podium und Teilnehmer) vorerst, bis auf Ausnahmen zurückstellen.

Konkret wurde z.B. die Frage an Herrn Bezirksstadtrat Panhoff gestellt, warum der Bezirk sich überhaupt um die Aufnahme der Bergmannstraße für das Modellprojekt 5 – Bewgegnungszonen – der Fußverkehrsstrategie des Senats beworben hat.
Das beantwortete er damit, dass auf mehreren, für alle Bürger öffentlichen Veranstaltungen, Mißstände und Schwierigkeiten (z.B. Kinder könnten nicht gefahrlos auf der Bergmannstraße „Fahrradfahren“) in der Bergmannstraße vorgetragen worden seien, [in welchen Straßen Berlins ist das anders?] weshalb die Bergmannstraße als das geeignete Straßen-Projekt zur Umgestaltung in eine Berliner Begegenungszone zu bewerben gewesen sei.
In welchen Dokumenten diese Fakten, Entscheidungsgründe und Antragsunterlagen usw. nachzulesen sein könnten, konnte ad hoc nicht beantwortet werden!

Das Thema Überbrückungshilfen von vielleicht existenzgefährdeten Anliegern durch die Umgestaltungsbaumaßnahmen in eine Begegungszone konnte Frau Nowak zumindest objektiv als Fachfrau des Bezirks beantworten.
Ich glaube, man tut ihr unrecht, wenn man sie versuchte in die „Enge“ zu treiben.
Da muss man objektiv sachbezogen dranbleiben und die wirklich richtigen Leute ansprechen!

Auch die Kostenfrage wurde berechtigter  Weise in den Raum gefragt, auch wenn „nur“ von einer engagierten Bürgerin des „Fraenkelufers“.
Wenn es auch nur Planungsideen gibt, wie Dr. Heinrichs von LK-Argus sie im Dokument nennt, ist es nach Leistungsbild der HOAI [der Gebührenordnung für Àrchitekten und Ingenieure und auch für Verkehrsplaner etc.] selbstverständlich, dass auch, sagen wir, eine Art Kostenschätzung zu diesem Leistungsbild des Planerteams gehört, wenn der Auftraggeber auch das entsprechende Leistungsbild beauftragt hat.

Ich empfinde es als „ätzend“, immer wieder das Argument zu hören, unbekannt, das hängt von unseren Vorschlägen ab!
Wir haben doch nicht vorgeschlagen, das die Bergmannstraße in drei Bereichen planungsskizzengemäß in drei Varianten dargestellt werden sollen.
Wenn das vom Auftraggeber, vom Senat, von Herrn Wolfarth von Alm, als richtig empfunden wird, dann eben auch konsequent, u.a. auch mit Kostenschätzung! Transparenz ist angesagt!

Abgesehen von der Vorstellung von drei Bereichen der Bergmannsttraße mit drei Varianten. iO!
Es gibt eine Bergmannstraße insgesamt als Umplanungsbereich in eine angedachte Begegnungszone und ergänzend z.B. zwei kritische Sonderbereiche, nämlich das Gesundheitszentrum und der Kreuzungs-Bereich Marheinke-Markthalle, Zossener Straße und bereits umgeplante Friesenstraße, die detalliert untersucht werden müssen.

usw.

Tenor des Abends: Nicht so gute Stimmung, obwohl durchaus auch Befürworter einer Umgestaltungsmaßnahme Bergmannstraße in eine „vermeintliche“ Begegnungszone vertreten waren.

Herr Bezirksstadtrat für Bauwesen (?) Panhoff versuchte gar den neu geschaffenen Begriff „Berliner Begegnungszonen“ zumindest jetzt für die Bergmannstraße „aufzuweichen“ um nicht zu sagen „in Frage zu stellen„, was natürlich bei Herrn Wolfarth von Alm „Stirnrunzeln“ auslöste (leider durfte ich Knipser nicht knipsen! Der Moderator!).

Mein Resüme des Abends, obwohl ich 6 Minuten früher gehen musste, keiner der Gewerbetreibenden ist wirklich gegen die Zielforderungen einer sogenannten Begegnungszone der Bergmannstraße, allerdings konsequent unter Beibehaltung des Charakters dieser „weltberühmten“ Straße!
In jedem Reiseführer dieser Welt, in welchem die Sehenswürdigkeiten Berlins gepriesen werden, wird die Bergmannstraße so „ausgemalt“, dass man eine ähnliche Aufenthalts- und Erlebnisqualität ihresgleichen , zumindest deutschlandweit, suchen muss.

„Das Neue Miteinander in der Bergmannstraße[?]!“ Welch eine Anmaßung!

Das letzte, was ich  mitbekommen habe, ist, dass Herr Wolfarth von Alm sich über das „ungebührliche“ Verhalten der eingeladen Teilnehmer brüskierte. „So etwas hätte er noch nie erlebgt!“ Das mag sein.
Aber äußerte er sich da nicht übertrieben empfindlich?
Ich stelle mir wiederholt die Frage, weshalb entwickelt sich ein Planungsprozess, vor allem mit Laien, mit uns Wahl-Bürgern, so schwierig?
Schlecht oder gar falsch und fachlich inkompetent vorbereitet?

Auch die geschäftsmässig ansässigen Anlieger sind bestrebt, sich konstruktiv an dem Planungsprozess zu beteiligen und zu ihn möglichst bis zur Umsetzung der Planung begleiten! Aber es muss auch eine „Chance“ eingeräumt werden!

Wie Herr Dr. Heinrichs meines Erachtens richtig sagte, muss der Planungsprozess in sogenannten Bürgerwerkstätten entwickelt werden.
Notfalls muss er versuchen, das auch seinen Auftraggeber klarzumachen!
Vergleichbare Beispiele zeigen, dass für die Erarbeitung einer BVV-Empfehlung drei oder noch mehr Bürgerwerkstätten zu einem für alle zufriedenstellenden Ergebnis führten, ganz zu schweigen von einer Wettbewerbsauslobung und Fachberatung und auch Freiraumplaner.
Natürlich kostet das Geld! Umsonst ist nicht ‚mal der Tod“! Eben BEGEGNUNGSZONE!

Aber die Bergmannstraße ist weltberühmt, da kann man meines Erachtens nicht einfach so tun, als wenn es eine x-beliege Straße wäre.

Die Bergmannstraße ist „díe Bergmannstraße“ wegen der Gewerbetreibenden. Berliner Begegnungszone „hin oder her“!

iwann, 16074, überarbeitet 16076

 

 

 

 

 

 

 

 

Print Friendly, PDF & Email

2 Antworten auf „16074-05 News: Treffen der Gewerbetreibenden auf Einladung des Bezirksstadtrats Panhoff iS TrippleB = Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“

  1. Auch von mir ein paar Eindrücke von der gestrigen Veranstaltung.
    Der Moderator war wahrlich das Eintrittsgeld wert, so geht zielgerichtetes Diskutieren. Das sich viele aus dem Publikum und vom Podium diesem Niveau nicht anpassen konnten steht auf einem anderen Blatt.
    Zum Kern der Sache: Es ist nicht zu einer Aussprache über die vorgestellten Varianten der Umgestaltung gekommen. Egal wie man dazu steht, hier ist großer Aufwand betrieben worden, der es verdient hätte, an den zentralen Wünschen nach Verbesserung über die ja doch ziemlich viel Einigkeit besteht gemessen zu werden.
    Nur ein Beispiel: Ich fragte Herrn Heinrichs nach der Veranstaltung ob innerhalb seiner Planung die Möglichkeit bestünde in der Bergmannstrasse einen relevanten Teil der Parkplätze zu erhalten ( 50% und mehr) und erhielt die Antwort: Natürlich ist dies möglich wenn es gewünscht wird.
    Das Thema Wegfall Parkplätze war einer der großen Aufreger in der Veranstaltung, Hier wurde eindeutig eine Chance verpasst den Planern inhaltlich detailliert auf den Zahn zu fühlen.
    Am Ende wurde schließlich doch noch der rettende Gedanke geboren die Planung in einer kleinen Runde in einem Workshop zu diskutieren, auch wenn sich die Begeisterung auf dem Podium hierzu in Grenzen hielt. Ich denke das ist der richtige Ansatz, es wäre sogar besser gewesen, dies der großen Veranstaltung voranzustellen. Dann hätte es vielleicht vermieden werden können, dass immer wieder der Eindruck entstand, die Planung ist eigentlich nicht mehr veränderlich.
    Wir als Gewerbetreibende müssen uns allerdings auch fragen ob die Gleichung Veränderung bedeutet Verschlechterung so stimmt. Warum kann Veränderung nicht auch mal als Chance gesehen werden wurde aus dem Publikum zurecht in die Diskussion eingeworfen. Im Übrigen: Auch rein wirtschaftlich ist die Existenz der Gewerbe bei uns nicht auf Rosen gebettet. Stagnation ist auf Dauer auch ein Rückschritt.
    Insofern sollten wir der Veränderung nicht nur mit dem (absolut berechtigten) Gefühl der Angst gegenübertreten, die blockiert irgendwann alles. Wie wärs den zusätzlich mal mit einer Portion Neugier?

    1. KORREKTUR+ERGÄNZUNG, 16076

      Hi BellaDonna,
      ich glaube, wenn ich alles richtig verstanden habe, dem Kommentar kann ich mit gutem Gewissen zustimmen! Danke.

      Dennoch habe ich die Ahnung, dass leider meine sogenannten „Pamphlete“ usw. (z.B. Beitrags-Nr. 15473-01, 15487-01 …), zugegebenerweise „lektorbedürftig“, entweder mißverstanden oder vielleicht auch nicht gelesen wurden.
      Leider merke ich das in Gesprächen immer wieder, dass Themen, Fragen usw., die ich bereits seit Monaten angesprochen habe, als neue Erkenntnis, wohl aus Unkenntnis, in die Diskussion eingebracht werden. Das ist anstrengend!

      Mein Eindruck ist, dass von den Planungsverantwortlichen die Öffentlichkeits- bzw. Bürgerbeteiligungsverfahren nicht ausreichend sach- und fachgerecht vorbereitet wurden.
      Außerdem lese und höre ich immer wieder, dass dieses Vorhaben eine besonders große Begleitung [man könnte den Eindruck gewinnen: fast zuviel des Guten!] des Planungsprozesses hinsichtlich der Öffentlichkeitsbeteiligung erfährt.
      Das stimmt m.E. aber nicht, wie ich weiter unten ausführe, abgesehen von den zwei Online-Dialog-Phasen, die zumindest subjektiv betrachtet auch zu denken geben, die nicht einfach zu überblicken sind, zumal auch z.B. viele Senioren gar keinen Computer haben.
      Abgesehen von der Beteiligung von Kindern und (?) Jugendlichen, gab es eine etwa zweistündige sogenannte Einführungsveranstaltung, eine ca. zweistündige nicht vorgesehen Informationsveranstaltung auf Vorschlag der Gewerbetreibenden, eine m.E. verfrühte sogenannte geschlossene Bürgerwerkstatt mit Auswahl von einer begrenzten Anzahl von Bürgern [nach einem schwierig durchschaubaren Verfahren], welche m.E. ja viel zu früh angesetzt bzw. auch terminlich verändert wurde, da erste, notgedrungen Planungsideen vorgestellt wurden, obwohl das Bestandsermittlungs- bzw. Grundlagenermittlungsverfahren erst nach dem 8.3.2016 fertiggestellt sein kann, eine weitere aus der Not „geborene“ Informationsveranstaltung für Gewerbetreibende [auch keine Bürgerwerkstatt] für die Dauer von ca. zwei Stunden, eine sogenannte Offene Bürgerwerkstatt für jeden Interessierten für die Dauer von ca. drei Stunden und eine sogenannte Abschlussveranstaltung, die m.E. ja als Präsentations- und Informationsveranstaltung für jeden Interessierten verstanden werden muss, denn das soll ja der Abschluss der Bürgerbeteiligungsverfahren sein.
      Was sich die Verantwortlichen des Umplanungsvorhaben von „TrippleB“ dabei gedacht haben, wie die konkrete Bürgerbeteiligung im konkreten Vorentwurfs- und Entwurfsplanungsprozeß stattfinden soll, ist mir bisher unklar!
      Aus meiner derzeitigen Sicht ist bis dato keinerlei Diskussion und gemeinschaftliche Planungsmöglichkeit nach Fertigstellung und Vorlage der konkreten Vorentwurfsplanung für alle Anlieger vorgesehen!
      Man könnte folgern, dasselbe für die konkrete Entwurfsplanung!

      Herr Wolfarth von Alm kann mich nicht mit seiner Idee eines „neuartigen“ Planungsprozesses des „weißen Blattes“ überzeugen, welches wir Anlieger gemeinschaftlich mit den Fachplanern zu einem Entwurf entwickeln sollen!
      Nach meiner Einschätzung können wir das, wie oben beschrieben, ja gar nicht!
      Der Planungsprozess ist und bleibt nach den Leistungsphasen und Leistungsbildern der Fachplaner und -gestalter in der benannten Reihenfolge bestehen, nicht weil ich mir das ausdenke, sondern weil das der Planungsprozess bedingt!
      Lange Rede, kurzer Sinn: Wir müssen m.E. die Forderung erheben, dass das Planungsprozess-Verfahren hinsichtlich der konkreten Bürgerbeteiligung, wenn wir als Anlieger Einfluß nehmen wollen, die Politik und Verwaltung, sprich Planungsverantwortlichen, modifiziert bzw. neu definiert werden muss!

      Ich störe mich vor allem auch am häufigen unterschiedlichen Sprachgebrauch für die selbe „Sache“, an der Terminologie.

      Herr Dr. Heinrichs schreibt in seiner Veröffentlichung bewusst von „Planungsideen“, die anschließend zu einer konkreten Vor(entwurfs)planung entwickelt werden sollen. Also nicht von „Entwürfen“!
      So sehe ich das auch. Er weiß, wovon er redet.

      Es sind quasi 3 Varianten handschriftlicher Lagepläne skizziert worden, aus denen eine Art „schöner“ Vogelflug-Perspektiven per Computerprogramm erstellt wurden.
      Die Sonderbereiche Gesundheitszentrum und Kreuzung bzw. Raumbereich Marheinke-Markthalle müssen natürlich gesondert untersucht und entworfen bzw. beplant werden. Sie stellen m.E. aber nicht gleichgeartete Planungsabschnitte dar, eben Sonderbereiche wie Herr Dr. Heinrichs sie beschreibt.
      Deshalb ist es unabdingbar generell den Abschnitt B, zwischen Nostitz- und Solmsstraße, intensiver zu überdenken und zu diskutieren, weil in diesem Abschnitt beispielhaft die Grundprinzipien der Straßengestaltung der Bergmannstraße insgesamt vorgestellt werden sollten.

      Allerdings ist in der zeitlichen Abfolge von Aktivitäten im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens wohl etwas durcheinander gekommen, denn die Ergebnisse der Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung, die ja frühestens irgendwann nach dem 8.3.2016 vorliegen können, sollten ein Teil der Bestandsaufnahme bzw. der Grundlagenermittlungsphase, quasi eine Art „Pflichtenheft“, für die konkrete Vor(entwurfs)planung sein.
      Trotz „Weißer Blatt Idee“ wurden letze Woche, auf der Grundlage allseits bekannter Planungskriterien, z.B. Verkehrsberuhigung, Verkehrssicherheit, Parkraumproblematik usw., nun doch Planungsideen veröffentlich, wonach wir bereits vor Monaten gefragt hatten.
      Erstaunlich finde ich, dass von Herrn Wolfarth von Alm auf die Frage der Gesamtbaukosten keine Zahl in den Raum gestellt wird, denn die Kosten sind m.E. auch wesentliche Planungskriterien und entwurfsbeeinflussend, zumal in einer Viezahl von Dokumenten zu diesem Thema zu lesen ist, dass es eigentlich möglichst wenig kosten darf. Deshalb wurde ja auch unter anderem eine Planung auf Basis des Shared-Space Gedankens verworfen.
      Für meine Begriffe, wenn auch nicht so deutlich in den Animationen zu erkennen, wurden die Verkehrsplaner quasi „budgetbedingt“ gezwungen, eine m.E. gestalterische unschöne Kompromiss-Planung zu entwickeln, wie z.B. in der Maaßenstraße, Stichwort z.B. Straßenbeläge, Bordsteine, Straßenmarkierung usw.

      Dabei ist zu bedenken, dass erst am 4.3.2016 in der Offenen Bürgerwerkstatt, zugänglich für jeden Interessierten, überhaupt die derzeit veröffentlichten Planungsideen, wohlgemerkt erste Skizzen und keine Vorentwürfe, vorgestellt und diskutiert werdenn können. Hierfür sind, soweit ich das verstanden habe, ca. 3 Stunden vorgesehen und das bei einer geschätzten Annahme von nur vielleicht 200 Teilnehmern der Anlieger der Bergmannstraße bzw. des Bergmann-Kiezes.

      Die gestrige Veranstaltung war keine Bürgerwerkstatt sondern einfach eine ergänzende Informationsveranstaltung. Insofern hat man meiner Meinung nach auch nichts vorentwurfsplanungsrelevantes versäumt.

      Grundsätzlich möchte ich auch betonen, dass in der ein oder anderen Form alle sogenannten Gewerbetreibenden konstruktiv bereit sind, sich an der Entwicklung des Vorhabens zu beteiligen, aber eben nur unter der Bedingung den Charakter der Straße beizubehalten und einem Erhalt bzw. einer Verbesserung der Aufenthalts- und Erlebnisqualität.
      Jeder will Verkehrssicherheit, jeder will Verkehrsberuhigung usw. Die Frage ist das wie! Darüber muss im Planungsprozess in mehreren ganztägigen Bürgerwerkstätten diskutiert und letztlich in die Entwurfsplanung entwickelt werden!
      Warum die Planungsverantwortlichen sich nicht damit anfreunden können, stößt bei mir auf Unverständnis, wenn sie das Bürgerbeteiligungsverfahren wirklich ernst nehmen und wir alle ein akzeptables Endergebnis wollen.

      Der derzeitige Ablaufplan des Senats bzw. des Bezirks sieht bisher, wenn ich das richtig verstehe, für eine konkrete Vor(entwurfs)planung keine weitere Diskussionsrunde oder auch Bürgerwerkstatt vor.
      Lediglich sollen wir in einer Abschlussveranstaltung darüber informiert werden, was der BVV vorgeschlagen werden soll.
      Was ist das für eine Planung? Vorplanung? Entwurfsplanung? Was ist das für ein Prozess, der nicht mal diskutierbar ist?
      Welche Fakten sind so wichtig, etwa Wahlen, dass nach derzeitiger Diskussion undderzeitigem Kenntnisstand kein geordneter Planungsablauf professionell überarbeitet werden kann?
      Die Terminfolge ist ja bereits für uns unbekannt verschoben worden, weshalb auch einige Kollegen z.B. am Treffen letzten Donnerstag verhindert waren.

      Man mag mich als Querulant und Korinthenkacker einschätzen, aber der Vorschlag von Herrn Dr. Heinrichs bestätigt gewisserweise meine Einschätzung des Verfahrens, indem er eine Art Workshops vorgeschlagen hat.

      Meine Forderung: wir brauchen mindestens zwei oder drei weitere konstruktive Bürgerwerkstätten, die in erforderlichen Bearbeitungszeiten abzuhalten sind, unter Beteiligung von Fachbeiräten bis zur Fertigstellung eines einvernehmlichen, abgestimmten Entwurfes iS TrippleB zur Vorlageentscheidung bei der BVV!

      Das Vorhaben benötigt m.E. nicht nur Gestalter, Landschaftsgestalter sondern auch dringend eine kompetenten Projektsteuerer bzw. Controller und Ablaufplaner!
      Nicht zu unterschätzen ist auch eine auf die Bedürfnisse der Bergmannstraße abgestimmte konkrete Ablaufplanung der Baumaßnahme, z.B. hinsichtlich verkaufsstarker Zeiten, Feste usw.

      iwann, 16075

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.