16095-03 TrippleB – Offene Bürgerwerkstatt am 4.3.2016 – Resümee

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Ursel Götz, Jochen Zigenhals, Lutz Stolze vor dem ColumbiaFritz

„Zuckerbrot“ und Peitsche??
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Die sogenannte „Offene Bürgerwerkstatt“ ist ja nun gelaufen.

Mein Resümee „Im Westen nichts Neues!“.
Erstaunlicherweise hat Herr Dr. Heinrichs klar ausgesprochen, so habe ich es mir vor Ort aufgeschrieben, dass sich der Charakter der Bergmannstraße zwangsweise, bedingt durch die vorgestellten Grundsatzideen verändert, sollte es zu einer weiteren Planung auf der Grundlage der vorgestellten Ideenskizzen für die gesamte Bergmannstraße (Bereich B) kommen und auch ausgeführt werden. Genau das wollen wir und auch der überwiegende Teil der derzeitigen Interessengemeinschaft aber nicht!
Die vorgestellten Ideenskizzen sollen nur Grundsatzprinzipien darstellen, es geht heute nicht um Klärung von Details, sagte Dr. Heinrichs!
Auf unsere persönlicher Nachfrage beim Chefplaner, ob auch die Planung und Ausführung einer sogenannten „Light-Lösung“ (also z.B. nur Zebrastreifen, Stadtmobiliar, Begrünung usw.) geplant werden kann, antwortete er, unter Zeugen, dass eine solche Lösung sehr wohl möglich sei!
Als wir das in Frage stellten, antwortete er, da würden wir ihn schlecht kennen (oder so ähnlich).
Da aus Gründen des angeblich (nicht) limitierten Budgets tiefergreifende Maßnahmen, wie Bordsteinabsenkung oder echte Verbreiterung des „Gehwegbereichs“ einschließlich ggf. eines Sicherheitsbereichs mit entsprechenden Maßnahmen des Oberflächenbelags usw. und der Versetzung des Kantsteins (Bordstein) und somit wohl auch der Kanalisation usw., nicht geplant werden sollen, bleibt für Herrn Dr. Heinrichs die Ausführung der Abgrenzung von Fahrbahn und Gehwegbereich in den Ideenskizzen bisher ungeklärt. Aber schon kam wieder das Stichwort „KinderPoller“ der Maaßenstraße ins Gespräch.
Kurz: Überall da wo Du bemalte „KinderPoller“ siehst, erkennst Du eine „Berliner Begegnungszone“? Der hohe Wiedererkennungswert!BegegnungBergmann 16094 - Ararat-Plakat Offene Bürgerwerkstatt 03-03-2016 00-20-29
Aber genau diese missverständliche und unrealistische Darstellung der Gehwegerweiterungsflächen und der fehlenden Abgrenzung in den Schaubildern veranschaulicht m.E. , wie der Charakter der Straße so massiv verändert wird!
Weshalb wurden nicht ausreichende Gelder beantragt, um den „eigenen Stärken, Schwächen und Besonderheiten“ der Bergmannstraße gerecht zu werden?
Etwa wegen der Zielsetzung, wie auf der Senatsseite geschrieben wird: „Der Schwerpunkt liegt deshalb auf wirksame Maßnahmen, die schnell und kostengünstig zur Verbesserung der Situation beitragen können.“
Die neue Philosophie der „Wolfarth von Alm’schen Planungsidee“ des „Weißen Blattes“ gibt es meines Wissens in den Leistungsphasen und -bildern entsprechender Verordnungen so nicht. Auch die Architektenkammer Berlin konnte mir bisher nicht weiterhelfen. Selbst wenn man sich diesem Gedanken anschließen könnte, bedeutet das jedoch nicht, dass die einzelnen Leistungsphasen der entsprechenden Verordnungen usw., wie Grundlagenermittlung (die derzeitige Phase), die Vorentwurfsplanung (bisher angedacht ohne jegliche Diskussion bzw. Rückkopplung), gefolgt von der Entwurfsplanung (bisher angedacht als Präsentation ohne weitere Einflussnahme im Rahmen der Bürgerbeteiligung des konkreten fertigen Entwurfs für die BVV) usw. keinen Bestand mehr haben!
Deshalb ist ein ernsthaft gemeintes Bürgerbeteiligungsverfahren offenbar auch von Laien oder auch Lobbyisten scheinbar als Pseudo-Bürgerbeteiligungsverfahren entwickelt worden, sonst könnte das Verfahren mit der Diskussionsveranstaltung am 4.3.2016, der sogenannten „Offenen Bürgerwerkstatt“ vor der Erstellung eines Vorentwurfs, den wir ja sogar gar nicht vorgelegt bekommen sollen, nicht bereits beendet sein. Offenbar das Ergebnis der Steuerungsrunden von der sogenannten Steuerungsgruppe, die ja wohl jetzt versucht, „von hinten durch die Brust ins Auge“ den Ablauf, z.B. durch sogenannte Workshops, zu korrigieren.

Deutlich ausgesprochen hat Herr Wolfarth von Alm, dass der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, vertreten durch Herrn Bezirksbaustadtrat Panhoff, sich für die Aufnahme in das Modellprojekt 5 „Berliner Begegnungszonen“ des Konzeptes der Berliner Fußverkehrsstrategie für eins der drei Pilotvorhaben zusammen mit 33 (?) anderen Straßen beworben hat.
Der Bergmannstraße wurde durch Auswahl eines Expertengremiums ein Zuschlag für die Umplanung in eine Berliner Begegnungszone erteilt.
Gerade deswegen stellt sich für uns erneut die Frage, wie es und mit welchen konkreten Begründungen, abgesehen von denen, die Herr Panhoff am 18.2.16 so leicht hin genannt hatte, es überhaupt zu dieser Beschlussfassung einer Bewerbung der Bergmannstraße zur Begegnungszone durch die BVV kommen konnte.
Waren die Abgeordneten ausreichend und frühzeitig genug für eine derart existenzentscheidende (Qualitäts-)Veränderung des „Kreuzberg-Boulevards“ Bergmannstraße informiert worden?
Sind eventuell, wie in anderen Beispielen, Informationen zurückgehalten worden? Diesen entsprechenden Dokumenten bin ich immer noch auf der Spur, denn die muss es ja geben!
An den Gesprächsrunden der 3 x 3 Varianten haben wir aus gutem Grund nicht wirklich teilgenommen, bis auf den Kommentar, dass wir eine Zerstörung des Charakters der Bergmannstraße nicht wollen!(), unter anderem deswegen, weil wesentliche Fragen, z.B. das Budget, die Bedingungen der Finanzierung, die Fragen bezüglich des Ausführungsverfahrens (Bauzeitplanung) usw. im Vorfeld nicht beantwortet wurden und weil wir generell die Grundsatzideen bzw. Grundsatzprinzipien des Planerteams ablehnen, da sie, wie bereits gesagt, laut Dr. Heinrichs zwangsweise den Charakter der Bergmannstraße verändern, auch deswegen, weil nahezu sämtliche Parkplätze wegfallen sollen.

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