17307-01 Vorschlag zur Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung: Planungstisch Bergmannstraße zu „go!bergmann“ Begegnung in der Bergmannstraße

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go!bergmann – Anrainer-„DesignProcessTable“
Beitrag bearbeitet
von Michael Spenner (ARARAT)
unter Mitwirkung
von Michael Becker (HERRLICH)

Angeregt durch das Beispiel einer Idee zur Bürgerbeteiligung bei den Planungen der Begegnungszone „Mariahilfer Straße“ in Wien (siehe unten), könnten wir uns vorstellen für den Entwurfs-Prozess der Umgestaltung der Bergmannstraße zum „Raum der Begegnung“ oder „Begegnung in der Bergmanstraße“ (Vorschlag für einen Titel) etwas ähnliches zu organisieren!

Was uns im bisherigen Prozess erheblich stört:

Die „Akteure“ (Senatsverwaltung und Bezirksverwaltung) lösen ihre „hochgepriesene“ Bürgerbeteiligung und ihrer Versicherung einer transparenten Öffentlichkeitsbeteiligung nur sehr unzueichend ein!

Der Entwurfs-Prozess der Berliner Begegnungszone Bermannstraße (wir nannten das Vorhaben „TrippleB“, heute „go!bergmann“) dauert zwischenzeitlich schon fast zwei Jahre, bis heute für uns ohne eine Reaktion der „Akteure“ und somit ohne jedes „greifbares“ Ergebnis!

Das ist aus unserer Sicht eine Einladung an die Anrainer des Bergmann-Kiezes selber aktiv zu werden, um weitere Verunsicherung der Anwohner und des Gewerbes zu vermeiden!

Es reicht unseres Erachtens nicht aus, quasi im „Hinterzimmer“, Sitzungen mit den wenigen Mitgliedern einer sogenannten „Steuerungsgruppe“ zu veranstalten, wenn die Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung zu kurz kommt!

Sich bei einem solch‘ „sensiblen“ Vorhaben  wie „Die Bergmannstraße“ auf die wenigen etwa „100minütigen“ Informationsveranstaltungen „auszuruhen“, ist unseres Erachtens „unangemessen“!
Anfänglich gab es noch nicht einmal Protokolle von diesen Sitzungen, die öffentlich einsehbar waren, bis von uns darauf gedrungen wurde, diese zugänglich zu machen. Diesem Anliegen ist man nur schleppend, wenn überhaupt, zwischenzeitlich nachgekommen.
Das Protokoll der letzten Sitzung vom 20. Juni 2017 ist uns bis heute nicht zugänglich.
Verwunderlich ist auch, dass noch nicht einmal Vertreter der IHK und AKB Mitglieder dieser Steuerungsgruppe sind!

Obwohl ja im Schaufenster des Vereins „Stadtteilausschuß Kreuzberg“ seit dem Bergmannstraßenfest 2017 eine „sogenannte“ Übersichtsplanung zum LK.Argus+*-Vorplanungskonzept zur Testphase Parklet-Zone ausgehängt ist (wir nennen das „windowART“), allerdings ohne nähere texlichen Erläuterungen und schon gar keine Kennzeichnung der angedachten „Probe-Parklet-Phase“, ganz abgesehen von Konstruktions- und Gestaltungs-Details, kann man unseres Erachtens nicht vom „Bemühen der Akteure“ einer transparenten und konstruktiven Bürgerbeteiligung sprechen. (…bislang, trotz der neuen Moderatoren raumscript (siehe auch Plakat- und Postkarten-Aktion zum Bergmannstraßenfest 2017!)).

Das drückt sich auch dadurch aus, dass bei der Übersicht offenbar nicht bzw. nur ansatzweise die Anregungen, Wünsche und Forderungen der Anrainer, Anwohner und Gewerbetreibenden, berücksichtigt worden sind,
Wir vermissen auch eine sachliche und fachliche Diskussion der Planungsschritte in der Öffentlichkeit.
Seit der Infoveranstaltung im Columbia-Theater im November letzten Jahres ist kein Ton aus den „Amtsstuben“ der verantwortlichen „Akteure“ gedrungen!

Deshalb sind wir von Ararat der Meinung, dass wir (mit Hilfe der Anrainer) ein ähnliches Engagement wie in Wien organisieren wollen/sollten, ungeachtet einer vielleicht nur geringen Beteiligung oder auch zwischenzeitlich mangelndem Interesse der ursprünglich interessierten und engagierten Mitbürger.

Das bedeutet natürlich eine Unmenge Vorbereitung, Organisation, Prüfung, aber auch Auswertung der bisherigen Planungsunterlagen usw., soweit vorhanden, weshalb wir seit Wochen oder gar Monaten bemüht sind, entsprechende Unterlagen in Form von mindestens digitalisierten Dateien zu bekommen! (siehe unsere diesbezüglichen eMails an Senat und Bezirk, letztlich ohne Ergebnis!)

Um festzustellen, welches Interesse noch an einer „notwendigen“ (siehe Flyer von 2016: siehe Blog-Beitrag 16226-02) Umgestaltung der Bergmanntraße bei Anwohnern und Gewerbetreibenden besteht, könnten wir uns vorstellen, z.B. ggf. im Oktober 2017,  eine Art go!bergmann-Anrainer-„DesignProcessTable“ im Straßenabschnitt zwischen Nostitz- und Solmsstraße (Sperrung dieses Bergmannstraßenabschnitts für Motorräder und Kraftfahrzeuge, jedoch Fahrräder in Schrittgeschwindigkeit erlaubt, siehe Skizze) zu organisieren, um nicht von den Akteuren eines Tages vor vollendete Tatsachen à la Maaßenstraße oder auch irgendeiner Parklet-Konzeption gestellt zu werden, die nicht den Vorstellungen der Anrainer entsprechen könnten!

Auch wenn wir ahnen, dass viele Anrainer u.a. wegen der „scheinbaren“ Ruhe (still ruht der See, wie wir Herrn (Senats-)Bartel neulich geschrieben haben) und der schon zwei Jahre andauernden, unserer Meinung nach „Konzeptions- und Ergebnislosigkeit“ der Akteure, anscheinend hoffen, dass der „Kelch an Anwohner und Gewerbetreibende des Bermannkiezes vorübergeht“, sind wir der Meinung, dass die Anrainer ihr „Glück selbst in die Hand nehmen“ sollten, um nicht übergangen zu werden!

In der Umsetzung dieser go!bergmann-Anrainer-„DesignProcessTable“ lassen sich viele Ansätze denken, die im Einzelnen noch zu planen und vorzubereiten sind.
Auch die Frage, welche Relevanz dieses Format für den weiteren Planungsprozess haben soll/kann ist noch offen und bedarf der Abstimmung, aber wir denken, jede weitere öffentliche Diskusion ist besser als diese derzeitige „Grabesruhe“, in der jeder seinen eigenen Gespenstern zum Opfer fällt.

Überarbeiteten Skizzen zum „DesignProcessTable“ sollten die breite und interessierte Öffentlichkeit, vor allem die Anrainer des Bergmann-Kiezes und die gewerbetreibenden Kollegen, zur erneuten und abschließenden Diskussion bezüglich eines Entwurfsvorschlags der Anrainer für die BVV ermuntern oder gar provozieren.

Bevor allerdings von uns in dieses Vorhaben Arbeit und Geld investiert werden kann, erhoffen wir uns Zusimmung und Unterstützung von den Anrainern, ob das überhaupt gewünscht sein könnte!

Die dann vielleicht schon umgesetzten „Probe-Parklet-Phasen-Objekte“ könnten sogar ein anschaulicher und „anfaßbarer“ Diskussions-Beitrag zum vorgeschlagenen Anrainer-„DesignProcessTable“ sein!

Sinnvollerweise sollte vielleicht von den „Akteuren“ überlegt werden, ob die reversiblen „Probe-Parklet-Phasen-Objekte“ im Straßenabschnitt des angedachten >go!bergmann-„DesignProcessTable“< zwischen Nostitz- und Solmsstraße zu projektieren sein könnten! (siehe beispielhaft angefügte Skizze! Meines Erachtens sollte dieser gesamte Bergmannstraßen-Abschnitt als Probe-Phase zur Test-Phase umgesetzt werden, um wirklich „realistische“ Erfahrungen sammeln zu können!)

Hilfreich könnte für uns natürlich die Überlegung sein, z.B. Spezialisten, die mit der Sache vom Senat bereits beauftragt sind, wie „raumscript“, ggf. in eine solche Aktion einzubeziehen konnen.

Inwieweit das Vorhaben „go!bergmann“ [unser Arbeitsname] von den Anrainern mit unserer Unterstützung eigenständig u.a. als „Crowdfunding“-Projekt überhaupt organisiert bzw. realisiert werden könnte (siehe Beitrag 17282-03, noch in Bearbeitung), bedarf natürlich noch einer intensiveren Prüfung, Konzeptionierung usw., ob wir Anrainer das wollen bzw. überhaupt leisten können und ob der Bezirk und der Senat sich das auch vorstellen könnten und uns dabei unterstützen wollen!

Wir stellen uns vor, dass von uns, ggf. von der 7er-Gruppe, möglichst Anfang/Mitte August, eine diesbezügliche Veranstaltung mit den Interessierten/Beteiligten von „Die Bergmannstraße“ organisiert werden sollte.

*) = LK.Argus+TAU+BirgitHammer


Entwurf-Skizze ARARAT (Mitte 2016)
mit Eintrag go!bergmann „DesignProcessTable“

Vorschlag des Straßenabschnitts der Bergmannstraße
zur Projektierung der Probe-Parklet-Phase

 


Wien:
Bürgerbeteiligung Begegnungszone Mariahilfer Straße
(siehe Beitrag 17306-02)

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