17313-01 (…noch in Bearbeitung!) Anmerkungen für eine Anrainer-Diskussion zum SenUVK-LK.Argus+-Vorplanungskonzept zur Test-Phase „Parklet-Zone“ des Pilot-Vorhaben „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“!

NOCH IN BEARBEITUNG (KONZEPT/VORABZUG)

Noch in Bearbeitung

Anmerkungen zu einem öffentlichen, politischen und planerischen Diskussionsansatz zum Vorplanungskonzept der Akteure „Parklet-Zone“ (offenbar Berliner Begegnungs-Zonen-Konzept?) für den Bergmann-Kiez, als 2. Pilotvorhaben des Modellprojektes 5 – Begegnungszonen, der Fußverkehrsstrategie für Berlin. „Begegnung in der Bergmannstraße“!

Timeline:
Das LK.Argus+-Vorplanungskonzept zur Test-Phase „Parklet-Zone“ zum 2. Pilotvorhaben „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“, entdeckt im „Schaufenster-Briefkasten“ (windowART) des Vereins „Stadtteilausschuß Kreuzberg“ beim Bergmannstraßenfest 2017.

Eine vergleichende Darstellung der Entwurfs-Skizzen von Juni 2016 der gewerbetreibenden Anrainer (Ararat und Fleiner) und der Skizzen (von mir auf Gesamtlänge der Bergmannstraße montiert) von LK.Argus, die Anfang November 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Etwa ein Jahr zuvor wurden der Öffentlichkeit Entwurfsskizzen von LK.Argus vorgestellt, die mit den Skizzen-Darstellungen des 1. Pilotvorhabens „Maaßenstraße“ zum „Verwechseln“ ähnlich waren!

Textauszug unseres Informationsblattes zum Bergmannstraßenfest 2017

[A3-Außenseite, mit einigen Korrekturen]:

Nachdem die Volksvertreter des Bezirks sinnvolle und notwendige Maßnahmen  im Bergmann-Kiez seit vielen Jahren vernachlässigt haben, wie wir sie fordern, springen sie nun auf das „Pferd“ des Senats und bewerben sich mit der Bergmannstraße für eine sogenannte Berliner Begegnungszone, um [m.E.] den Haushalt zu schonen. Bereits 2015 haben wir in einem „Offenen Brief“ [15473-01] gefragt [siehe zwischeneitlich überarbeitete Zeilen]:Was sollen wir uns unter einer Begegnungszone vorstellen? Das „UnWort“ Begegnungszone ist heutzutage modern, en vogue, sozusagen.

Doch die Bergmannstraße ist ja bereits eine Begegnungsstraße! Das haben die Akteure, allen voran wohl die Bezirksverwaltung Friedrichshain-Kreuzberg, scheinbar bisher nicht mitbekommen.

Eine Begegnungszonen-Richtlinie o.ä. gibt es bis heute auch nicht!

Dafür haben wir aber ein typisches Pilotvorhaben: Maaßenstraße. Von den Akteuren in den „Himmel“ gelobt, von den Besuchern und Anrainern überwiegend mit Unverständnis und Kopfschütteln wahrgenommen! Warum werten die Verantwortlichen die Erfahrungen dieses Pilotvorhabens nicht erst aus, bevor sie ein weiteres „Abenteuer“ auf dem Rücken der betroffenen Anrainer des Bergmann-Kiezes riskieren? Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht! Erst wurde von den beauftragten Planern quasi eine „Zweite Maaßenstraße“ zeichnerisch vorgeschlagen, dann fast ein Jahr „Still ruht der See“, dann offenbar der „Weisheit letzter Schluß“?: Parklets?!

Jetzt: Eine Probe-Phase zur Parklet-Test-Phase zum Pilotvorhaben Berliner Begegnungszone Bergmannstraße (von uns bisher „[No]TrippleB“ genannt! Ab Juli d.J. nennen wir unseren Bergmannstraßen-Blog „go!Bergmann“ walk’n’talk – Begegnung in der Bergmannstraße!)
Die Bergmannstraße muss „Die Bergmannstraße“ bleiben!
Wie 2016 im Flyer der „Gewerbetreibenden“ [16226-02] gefordert! Ja, mit den Maßnahmen die sinnvoll und notwendig sind! Aber keine gewagten Experimente mit ungewissem Erfolg! Die über 30 Jahre gewachsene gut funktionierende Struktur der Bergmannstraße darf nicht den Experimenten weniger „Verwaltungsleute“ und einiger Politiker leichtfertig geopfert werden.

ARARAT wird es sich nicht nehmen lassen für den Erhalt der Bergmannstraße mit allen derzeitigen Vorzügen weiter zu werben und wird bemüht sein Mitstreiter zu finden!

Wo bleibt die Transparenz, die „hochgepriesene“ Bürgerbeteiligung? Bis November 2016, seit November 2016 = nur „Undefiniertes“!

Beim Stadtteilausschuß Kreuzberg e.V. können im Schaufenster die neuen, wenig „aussagekräftigen“ Vor-Planungsskizzen der LK.Argus-Planer studiert werden. Allerdings ohne jeglichen Bezug auf die Ideenskizzen der Gewerbetreibenden vom Juni 2016. Bisheriger Kostenaufwand des Projektes, ohne Aufwendungen der Anrainer, wohl eine geschätzte Zweihunderttausend-Euro-Summe! (Laut offizieller Anfrage hochgerechnet!) Für was, für wen? Wollen die Akteure ein „Berliner Parklet-Zonen Experiment? Warum dann in der Bergmannstraße“? Und, was ist das? Klar, es gibt Experimente in San Francisco, San Paolo usw.

Das war aber doch nicht der Hintergrund der Bezirks-Bewerbung für ein Pilotvorhaben des 5. Modellprojektes der Fußverkehrsstrategie. Doch, was hat die Idee einer „Parklet-Zone“ denn eigentlich mit dem Beschluss des Senats „Fußverkehrsstrategie für Berlin“ zu tun?

Zu diesem Entwurf eines „Button“ zum Bergmannstraßenfest 2016 steht ARARAT heute auch noch!

Die Innenseite unseres Info-Blattes zum Bergmannstraßenfest 2017 mit der ARARAT-Entwurfsskizze mit einer kurzen textlichen Erläuterung:

Unser neues „go!bergmann“-Logo!

Planungsleitfaden:

„Was ist eine Berliner Begegnungszone?“
(O-Ton, Senatsseite, kopiert 16.2016)

Was ist eine „Berliner Begegnungszone“?

Berlin hat im Jahr 2011 eine Fußverkehrsstrategie beschlossen. Diese steht unter dem übergeordneten Ziel einer stadt-, sozial- und umweltverträglichen, gesunden, sicheren und kostengünstigen Mobilität. Sie detailliert die Ziele des Stadtentwicklungsplans Verkehr zur Förderung der nicht motorisierten Verkehrsarten und ergänzt sie mit Leitlinien, Maßnahmen und Modellprojekten.
Das Modellprojekt 5 der Berliner Fußverkehrsstrategie befasst sich mit dem Thema Begegnungszonen. Im Rahmen der Umsetzung werden Ideen entwickelt, wie Straßen zukünftig aussehen könnten, damit das zu Fuß gehen einfacher und sicherer sowie die Aufenthaltsqualität gefördert wird.

Was sind die baulichen Möglichkeiten und Grenzen in einer „Berliner Begegnungszone“?

Für eine neue Begegnungszone gibt es kein „Kochrezept“. Jede Straße hat ihre eigenen Stärken, Schwächen und Besonderheiten. Aufbauend auf einer gründlichen Bestandsaufnahme und der Analyse vorhandener Konflikte werden Lösungen erarbeitet, welche die prägenden Rahmenbedingungen berücksichtigen. Einige Eckpunkte für die Planung, die auch zu einem hohen Wiedererkennungswert beitragen sollen, stehen aber schon fest. Die Straße wird wie die anderen Berliner Begegnungszonen als „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ mit Tempo 20 beschildert werden. Klar ist auch, dass die vorhandenen Mittel nicht für einen flächenhaften Komplettausbau ausreichen werden und, dass die Änderungen vergleichsweise schnell realisiert werden sollen. Der Schwerpunkt liegt deshalb auf wirksamen Maßnahmen, die schnell und kostengünstig zur Verbesserung der Situation beitragen können.

Was ist der Unterschied zu einem Shared Space oder einem verkehrsberuhigten Bereich?

Die Zielsetzungen sowohl beim Shared-Space-Gedanken (gemeinsam genutzter Raum) als auch in „verkehrsberuhigten Bereichen“ (umgangssprachlich auch „Spielstraßen“ genannt) sind in der Aufwertung von öffentlichen Straßenräumen zwar durchaus vergleichbar, sie heben sich aber in wesentlichen Details voneinander ab.

Beim Shared-Space-Modell sind – anders als bei der „Berliner Begegnungszone“ – alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt. Ohne Verkehrszeichen sollen alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen. In der Praxis – vor allem in Großstädten – hat sich dieses Modell vielerorts allerdings nicht bewährt. Diese Bereiche werden inzwischen mit Verkehrsregelungen nachgerüstet. Das deutsche Straßenverkehrsrecht sieht außerdem kein „Shared Space“ vor. Die Straßenverkehrsordnung gilt immer im öffentlichen Verkehrsraum und kann durch keinerlei Maßnahme umgangen werden. Es ist daher derzeit nicht möglich, den Verkehr gänzlich von Regeln zu befreien und das Sozialverhalten als alleinige Regel vorzuschreiben.

Die „Berliner Begegnungszone“ ist auch kein „verkehrsberuhigter Bereich“, da in solchen Bereichen die Aufenthaltsfunktion überwiegen soll und der Kfz-Verkehr nur eine untergeordnete Bedeutung besitzt. Fußgänger dürfen dort die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen, Kinderspiel ist erlaubt und Fahrzeugführer (auch Radfahrer) müssen mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Die Anwendung beschränkt sich daher in der Regel auf reine Wohnstraßen. Die Berliner Pilotprojekte zu Begegnungszonen suchen jedoch nach Lösungen für ein besseres Miteinander auch für stärker befahrene Straßen.

Was bedeutet dies für die Verkehrsteilnehmenden?

Im Gegensatz zu Shared Space wird bei Begegnungszonen am Separationsprinzip festgehalten. In den „Berliner Begegnungszonen“ sollen Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr verträglicher miteinander auskommen. Das Überqueren der Straße soll erleichtert und zugleich sicherer werden. Ein Vorrang für Fußgängerinnen und Fußgänger wie er in der Schweiz besteht, ist in Deutschland aufgrund der derzeit gültigen StVO jedoch nicht umsetzbar.


VORABZUG zu den Anmerkungen
LK.Argus+-Vorplanungskonzept zur Testphase Parklet-Zone (Juni 2017)

(Matrix Flächen-Vergleiche in Bearbeitung)

Grundsätzliche Notiz::
Auf der „Schaufenster-Post“ des Stadtteilausschußes (windowART) ist auf den Skizzen der LK.Argus+ Übersichtsplanung ausschließlich „Die Bergmannstraße“ vom Mehrindamm bis zur Marheineke Markthalle gezeichnet!
Offenbar ohne die einerseits „einmündenden“ Querstraßen und anderseits den Marheinkeplatz und die ZossenerStraße (angedachte Fußgänger Zone)/Friesenstraße in der Gesamt-Konzeption mit einzubeziehen.
Unverständlich!
Auch deswegen, weil die Parkplatz-Wegfall-Thematik in der Bergmannstraße einer der wesentlichsten Forderungen oder auch Kritikpunkte fer Anrainer am Konzept der „Berliner Begegnungszonen“ waren!
Die von den „Gewerbetreibenden“ vorgeschlagenen Entwurfs-Skizzen berücksichtigen diese Hauptforderung der Anrainer durch Anordnung von „Quer-Parkplätzen“ in den einmündenen Querstraßen!

Stichpunkte:

  • Testphase zum Pilotvorhaben Bergmannstaße?
  • Es sollen sogenannte „Parklets“ getestet werden, warum?.
  • Wieso eigentlich jetzt Parklets?
    (Haben die Auswertungen der Ergebnisse der „Anrainer“ der Öffentlichchkeits- bzw. der Bürgerbeteiligungsverfahren zur Umgestaltung der Bergmannstraße durch „zebralog“ mit der Erkenntnis von Vorschlägen hinsichtlich „Parklets“ aufgezeigt?
  • Warum keine Entwurfsplanung, wie bereits von uns 2015 angeregt, für eine innerstädtische Wohn- und Geschäftsstraße nach den Erkenntnissen der Ergebnisse der Bürgerbeteiligunsverfahren mit einem Team von Planern (Architekten, Landschafts- und Stadtplaner o.ä), möglichst per eingeschränktem Wettbewerb?
    Geld kann doch nicht die Maxime für eine Umgestaltung einer solch‘ berühmten und „sensiblen“ Straße im Bezirk Kreuzberg sein!
  • Wie lauten die Regelndes Auswertungsprozesses der Testphase und wer wertet aus und wer beurteilt die Ergebnisse?
  • Welche Umsetzung nach den Testphasen-Ergebnissenfür die Bergmannstraße wird beabsichtigt?
  • Ist angedacht, dass die Konstruktionen/reversiblen Objekte der Testphase bestehen bleiben oder werden sie wieder abgebaut?
  • Was passiert nach der Testphase „Parklet“?
  • Ist beabsichtigt einen“realistische“ Termin- bzw. Ablaufplanung erstellen zu lassen?
  • Wann wird es eine „Kostenschätzung“ der Gesamt-Kosten geben, wenn heute schon fast 200.000 € verbraucht wurden?
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