17353-04 go!bergmann: ARARAT-INFORMATIONSBLATT 17353 zum beabsichtigten Treffen der gerblichen Anrainer am 30. 8.2017 iS „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“ (TrippleB) Stand der Dinge!

go!b 17351 – Plakat Testphase VS
go!b 17351 – Plakat Testphase RS

Nachfolgend einzelne vergrößerte (besser lesbare) Ausführung:

Textliche Erläuterungen Gewerbe-Anrainer-Bergmannkiez

Grundlagen zu den Vorschlag-Skizzen der Gewerbe-Anrainer und Forderungen zur vom Bezirk beabsichtigten Umgestaltung:

Die Bereiche Marheineke Markthalle/-Zossener Straße/Friesenstraße wurden in gewerblichen Anrainer Überlegungen zurückgestellt.

 Charakter der Bergmannstraße, geradlinige Straßenführung, bewahren!

Entschleunigung der Autos und Zweiräder durch Fahrbahnprofil-Reduzierung auf 6 bzw. 6,5 m, Geschwindigkeits-Reduzierung und Aufpolsterung der Kreuzungs- und Einmündungsbereiche!

Möglichst viele der derzeit ca. 130  Parkflächen erhalten durch Wegfall der beidseitigen Längsparkflächen und Anordnung einseitiger Querparkflächen (Ararat 48, Fleiner 120) auf der nördlichen Straßenseite und Verlagerung in die Seitenstraßen durch Anordnung von Querparkern.

Beeinträchtigungsgerechte Querungs-möglichkeiten  durch großflächige niveaugleiche Aufpolsterungsflächen o.ä. an Nebenstraßeneinmündungsbereichen  und im Bereich des Gesundheitszentrums.

Sämtliche Abstellplätze für Zweiräder von den Gehwegflächen in ausreichender Anzahl beidseitig auf die derzeitigen Parkflächen für Autos verlagern.

Ergänzende Aufenthaltsflächen (Begegnung) für Gehende mittels beidseitiger Anordnung, hauptsächlich auf der nördlichen Straßenseite (Ararat), niveaugleicher Gehweg-flächen-Verbreiterungen im derzeitigen Park-raumflächenbereichen in praxisgerechter Anordnung zu den Anrainern planen.

Parkzonen für Lieferanten- und Paketdienste für Gewerbe und Anwohner überwiegend (außer Haus-Nr. 104+105) auf der südlichen Straßenseite  in zumutbaren Abständen vom Mehringdamm bis zur Friesenstraße angeordnet.

Anmerkungen zur Konzept-Skizze SenUVK/Bezirk-F-Kreuzberg

Allgemeine Anmerkungen
Die Gesamtlänge der Bergmannstraße von der Häuserfront Mehring-damm bis Zossener Straße beträgt etwa 465 m (Ost ca. 223 m + ca.  242 m West), und das Straßenprofil zwischen den Häuserfronten ca. 26,30 m, somit beträgt die Gesamtfläche ca. 12.230 m². Auf der südlichen Straßenseite befinden sich 14 Hofeinfahrten, nördlich 16. Die derzeitige Fahrbahnfläche mit einer Breite von 13,20 m beträgt ca. 6.140 m²  Die Gehwegflächen (brutto) im Norden (b = 7,4 m) ca. 3.440 m² und im Süden (b = 5,7 m) 2.650 m².

Die Fahrbahnfläche des Vorplanungskonzepts mit 6,50 m beträgt ca. 3.000 m². Auf der  Differenzfahrbahnfläche sind im Norden über die gesamte Straßenlänge nur 11 und im Süden nur 7 Parkflächen (je F = ca. 2,45 x 4,65m²) vorgeschlagen. Außerdem Parkflächen für ca. 90 Zweiräder im Süden (9 Flächen x ca. 4 x 3,35 m²) und 50 (4 Flächen) im Norden, abgesehen von der Querungsfläche vor dem Gesundheitszentrum, m.E. nicht praxistauglich. Desweiteren 4 Flächen (5 x 3,35 m²) für Lieferverkehr im Süden und 12 im Norden.

Gehwegerweiterungsflächen (ca. 4,45-6 x  3,35 = ca.15  m²) in Form von Parklets sind im Süden 12-13 und im Norden 14 angedacht Was findet dort statt? Insgesamt sind ca. 7 Querungsflächen markiert.

Die Markierungen sind eine nette Idee, m.E. nicht praxistauglich!

Die Anordnung der jeweiligen Flächennutzungen erscheint mir zumindest nicht (Gewerbe-)Anrainer bezogen zu sein!

Aufgrund der symetrische Anordnung der 6,50 m breiten Fahrbahn sind Querparker nicht möglich, die Planung berücksichtigt nicht den anbindende Nebenstraßen hinsichtlich Parkflächenausgleich! Eine Kostenschätzung zum Konzept ist unbekannt

Grünflächen- und Hinterhofplanungen unbekannt!

zu 0: Bereiche Marheinke Markthalle/Zossener Straße/Friesenstraße müssen in das Umgestal-tungskonzept m.E. mit einbezogen werden!

zu 1+6: Durch Anordnung der beidseitigen Längsparkflächen(b = ca. 2,45 m) verbleibt bei syme-trischer Fahrbahnanordnung im derzeitigen Straßen-profil eine Restfläche von weniger als 1 Meter, welche wohl in Form von Parklets geschlossen werden soll? Zu den Parklets gibt es nur Phantom-Schaubilder!.

zu 2+3: Diese Querungsfläche sollen über Aufenthaltsfächen verlaufen, was m. E. nicht gerade sinnvoll wäre.

zu 4: Für die Querungsfläche im Kreuzungsbereich Nostitzstraße scheint vorgesehen zu sein, dass die Straße auch diagonal überquert werden kann. Das sollte auch für alle Querungsflächen möglich sein!

zu 5: Die Querungsfläche sollte den gesamten Einmündungsbereich umfassen.

Zu 7:  Querungsfläche zum Gesundheitszentrum mit Abstellflächen für Zweiräder!?

Einfaches Resumee des umseitigen „Vorschlag und Konzept‘‘-Vergleichs

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens die Voraussetzungen für die vom Bezirk angedachten Umgestaltungsmaßnahmen der Bergmannstraße in eine sogenannte „Berliner Begegnungszone“ nicht vorgegeben waren, wenn man vom „Muster-Pilotvorhaben“ Maaßenstraße einmal absieht, sondern sich die Planer grundsätzlich an den ausgewerteten Ergebnissen der Bürgerbeteiligungsverfahren orientieren sollten!

Erstes Ergebnis: Eine Art zweite Maaßenstraße ohne detaillierte Aussagekraft, was ja gerade nicht dem Wunsch der Anrainer entsprochen hat. Vor allem, weil in den Skizzen zu erkennen war, dass sämtliche Parkflächen entfallen sollten.

Besonders die gewerbetreibenden Anrainer konnten dieser Planung nichts abgewinnen, weshalb, gemäß „Geheiß“ der Akteure, eigene Anrainervorschläge, als Diskussionsgrundlage, erarbeitet und im Juni 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Statt einer weiteren Diskussionsrunde mit den Planern, wurden unsere Vorschläge von niemanden zur Kenntnis genommen, sondern im November 2016 Skizzen einer Parklet-Zone, also eine Art „reversible Elemente“ von den Akteuren als der „Weisheit letzter Schluss“ ohne näheren Erläuterungen präsentiert! Jetzt haben wir Ende August 2017!

Trotz intensiver Bemühungen konnten wir bis heute keine bearbeitbaren Unterlagen von Akteuren erhalten, so dass wir den Eindruck gewinnen, dass dahinter Methode steckt!

Unseres Erachtens ist es daher nicht verwunderlich, dass die Kollegen das ganze Verfahren nicht mehr ernst nehmen und sich zurückziehen. Ist das so beabsichtigt?

Unser Versuch, unsere Anrainer-Vorschläge mit der LK.Argus-Hammer-Tau-Skizze (LK.Argus+) zu vergleichen ist ja eigentlich müßig, da beide Bearbeitungen unterschiedliche Voraussetzungen verfolgt haben! Wer will Parklets?

Prinzipiell wurde die geforderte Fahrbahnführung geradlinig bewahrt, was dem Charakter dieser Straße entspricht.

Die Reduzierung der Fahrbahnbreite entspricht auch unseren Vorstellungen. Die symetrische Anordnung der 6,5 m breiten Fahrspur lässt eine Einrichtung von Querparkerflächen nicht zu. Die in diesem Konzept beidseitig insgesamt vorgesehenen 18 Parkflächen (?), ca. b = 2,45 m, sollen jeweils eine ca. 1 m breite Distanzverbretterung zur Bordsteinkante erhalten,  welche meines Erachtens nicht praxistauglich sein würde! Im Konzept ist nicht zuerkennen, wie die Parkflächensituation durch die Reduzierung von über 100 Parkflächen für die Anrainer gelöst wird! Wir erachten unseren Vorschlag immer noch für besser und praxisgerechter!

Umseitig [siehe vor] sind die Flächenarten der  derzeitigen Vekehrsflächenumnutzungen des Konzepts aufgeführt. Zweiräder [m.E. zu wenig, vor allem auf der nördlichen Straßenseite im Osten]?

Die grafische Aufbereitung mittels dieser „Berg-Markierungen“ der Konzept-Skizze ist meines Erachtens aus der Vogelflugperspektive lediglich eine lustige Idee, aber eben nur lustig! Ob die Verkehrsteilnehmer motiviert werden sich hierdurch sozial und vorschriftgerecht zu verhalten, müsste nachgewiesen werden! Eine wirksame Entschleunigungsmaßnahme erscheint mir das nicht zu sein! Teilweise werden die Querungsflächen über sogenannte Aufenthaltsflächen geführt. Es stellt sich für mich die Frage, ob das im „Sinne des Erfinders“ ist, ebenso wie die Anordnung von Zweiradabstellflächen im Bereich Ärztehaus. Für ein Parklet-Konzept, ob Probephase oder Testphase, ist das Vorplanungskonzept m.E. nicht „selbsterklärend“. Mager! Wie soll man sich Parkletkonstruktionen vorstellen, Wo, welche?…

 

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Eine Antwort auf „17353-04 go!bergmann: ARARAT-INFORMATIONSBLATT 17353 zum beabsichtigten Treffen der gerblichen Anrainer am 30. 8.2017 iS „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“ (TrippleB) Stand der Dinge!“

  1. Unser Michael Becker, dem ich die Informationsblattseiten vorab gesendet habe, hat wie folgt kommentiert:

    „Lieber Michael,
    für Wahr eine Fleißarbeit, inhaltlich bin ich nicht komplett eingestiegen, ich will bei dem Wetter noch was im Garten machen 🙂
    Optisch sind die zwei Seiten eine „Bleiwüste“ und laden nicht wirklich zum Lesen ein…
    Wenn Du das für morgen kopieren willst, kleine Auflage, ich habe nur sehr wenig Rückmeldungen und nicht mal der Raum ist bestätigt, vielleicht geben wir dann ein Bier trinken, hat ja auch was.

    Bis morgen“

    Danke!
    Versuche mich zu bessern!

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