17434-01 Fehlerkultur vs TrippleB > SenUVK denkt um? Bergmannstraße „Falsche Standortwahl“!

go!b 17437 Plakat zum Offenen Sonntag 17447



#SuN17: Stadt und Netz 2017 – Neue Fehlerkultur im Urbanismus
Vortrag Testphase Begegnungszone Bergmannstraße (Dirk Bartel, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin),
Präsentation Dirk Bartel

Anmerkungen von ARARAT zu den Aussagen der Folie 13 des Vortrags
[ARARAT-INFOBLATT 17447 „zum Offenen Sonntag“, siehe Plakat]:
Fußnote 1: Der Nachfrage bei Herrn Bartel (SenUVK), mit der Bitte um Überlassung des Skriptes und Erläuterungen seines Vortrags (Präsentation), um die Powerpoint-Folien-Aussagen verstehen zu können, wurde bzw. konnte nicht nachgekommen werden!

→ „Durchsetzungsstarke Gewerbetreibende“:
„Gewerbetreibende“ und Anwohner der Bergmannstraße versuchen sich im Rahmen der Bürgerbeteiligungsverfahren bezüglich des Modellprojektes Pilotvorhaben „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“ so engagiert zu beteiligen, soweit das überhaupt möglich war und ist, weil es um ihre Existenzen und Wohn- und Lebensqualität und sonstiger Belange geht!
Die unterschiedlichen Interessenslagen der Akteure, SenUVK will Berliner Begegnungszonen, der Bezirk möchte vernachlässigte Notwendigkeiten nachholen, ohne möglichst den Haushalt des Bezirks Kreuzberg zu belasten (Aussage Baustadtrat Panhoff, dem es auch nicht unbedingt um die „Idee“ mit dem Begriff „Begegnungszone“ ging) und die Auftragnehmer/Planer wollen wo auch immer planen, sind daher unseres Erachten zweitrangig zu betrachten – es sollte vor allem vorrangig um die Interessen und Bedürfnisse der betroffenen Anrainer/Bürger im Bergmannkiez gehen!
Der Begriff „durchsetzungsstark“ wird unseres Erachtens, bezüglich des Straßen-Umplanungs-Prozesses (lt. Herrn Wolfarth von Alm des „Weißen Blattes“) in „Berliner Begegnungszonen“, nicht dem „Engagement“ der Anrainer gerecht, da bisher nichts „durchzusetzen“ war!
Bis heute gibt es m.E. keine wirklich diskutable und umsetzbare (Entwurfs)Planung, die den Ergebnissen der Auswertungen der Bürgerbeteiligungsverfahren entspricht!
Der Begriff wird m.E. von Seiten des Verfassers dieser SenUVK-Präsentationsfolien „#SuN17“ u.a. als ein Alibi-Argument zur Begründung bezüglich des m.E. „chaotischen“ Vorhabenprozesses Bergmannstraße“ iS „Fehlerkultur“ behauptet!
Die Fehlererkenntnis, dass es nicht so läuft, wie es „laufen“ könnte, sollte in den Ursachen ergründet werden!
Unseres Erachtens u.a. fehlt eine Art sach- und fachkundiger Projekt- und Terminsteuerer, wie bereits vor fast zwei Jahren von uns vorgeschlagen!
Mit der Einrichtung einer sogenannten „Steuerungsgruppe“, die ja wohl ausschließlich hinsichtlich der Praktiken der Bürgerbeteiligungsverfahren eingerichtet wurde, ist es da wohl nicht getan!
Am 28.05.2015 konstituierte sich die von der BVV Friedrichshain-Kreuzberg beschlossene Zentrale Steuerungsgruppe zur Bürgerbeteiligung Begegnungszone Bergmannstraße. Sie besteht aus Vertreter/innen der Berliner Verwaltung und der Zivilgesellschaft (u.a. unserer Initiative). Sie hat sich als Arbeitsgrundlage eine Geschäftsordnung gegeben und wird den Prozess der Bürgerbeteiligung bis zur Beschlussfassung der BVV über das Konzept in einer Begegnungszone Bergmannstraße (voraussichtlich Frühsommer 2016) begleiten.“ (Quelle: leiser-bergmannkiez)
go!b 17435 – 15474-BegegnungBergmann-Geschaeftsordnung-Steuerungsgruppe

→ „Negative Presse aus dem Projekt Maaßenstraße“:
Der Begriff wird m.E. von Seiten des Verfassers dieser SenUVK-Präsentationsfolien „#SuN17“ u.a. auch als ein Alibi-Argument zur Begründung bezüglich des m.E. „chaotischen“ Vorhabenprozesses Bergmannstraße“ iS „Fehlerkultur“ behauptet!
Wenn die Presse „negativ“ über ein offenbar „negatives“ Planungs- und Umgestaltungsergebnis berichtet hat, dann ist der Begriff „Negative Presse“ m.E. falsch, denn die Presse ist ja nicht negativ sondern die Akteure ziehen iS „Fehlerkultur“ wohl nicht die Konsquenzen!

→ „städtbauliches >Kampfgebiet< (Hausbesetzerszene etc.)“:
Der Begriff wird m.E. von Seiten des Verfassers dieser SenUVK-Präsentationsfolien „#SuN17“ u.a. auch als ein Alibi-Argument zur Begründung bezüglich des m.E. „chaotischen“ Vorhabenprozesses Bergmannstraße“ iS „Fehlerkultur“ behauptet!
„Gewerbetreibende“ und Anwohner der Bergmannstraße versuchen sich im Rahmen der Bürgerbeteiligungsverfahren bezüglich des Modellprojektes Pilotvorhaben „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“ so engagiert zu beteiligen, soweit das überhaupt möglich war und ist, weil es um ihre Existenzen und Wohn- und Lebensqualität und sonstiger Belange geht!
Eine „Hausbesetzerszene“ gibt es meines Wissens in der Bergmannstraße nicht mehr!
Ob diese Aussagen mit dem Baustadtrat des Bezirks Kreuzberg ab gestimmt wurden, kann ich mir nicht vorstellen!
Anrainer der Bergmannstraße, die „städtebauliche Kämpfer“ sind, sind uns unbekannt!
Fake News?

→ „Falsche Standortauswahl???„:
Bezüglich Fehlerkultur ist diese Fragestellung mehr als berechtigt!

Wichtig ist nur noch, dass die Akteure aus diesem Fehler gelernt haben und die Konsequenzen gezogen werden, quasi „Fehlerkultur“ gelebt wird! Wie sagt man: „Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!“

Und das, ungeachtet der Akteure, die die Bergmannstraße als Pilotvorhaben für das Modellprojekt „Berliner Begegnungszonen“ ausgewählt bzw. beworben haben.
Interessant wäre, die jeweiligen Auswahl-Begründungen den betroffenen Anrainern nachvollziehbar zur Kenntnis zu überlassen!
Wohlgemerkt, auch unseres Erachtens ist die Bergmannstraße die „Falsche Standortauswahl“ für eine Straße als Pilotvorhaben für eine „Berliner Begegnungszone“.
Die Bergmannstraße ist heute bereits eine „gelebte“ Begegnungszone, trotz aller „Versäumnisse“!
Natürlich sind die über Jahre hinweg versäumten notwendigen Maßnahmen, u.a. mangelnde Zweiradparksituation, Entschleunigung, Verlagerung von Parkplätzen in angrenzende Nebenstraßen usw., möglichst zügig umzusetzen, wie sie im Rahmen der Diskussionen über „Umgestaltungsmaßnahmen“ von den Anrainern, Anwohner und Gewerbetreibenden, bereits diskutiert und gefordert wurden!
(Siehe dazu auch die Beiträge der Gewerbetreiben aus dem Jahre 2016!)

→ „Konsequenz: Umsetzung der Planung nicht möglich!!!“:
Was will der Verfasser der Präsentation mit dieser Aussage zum Ausdruck bringen? Von welcher „Planung“ ist die Rede?
Was sind die Ansätze und Begründungen für diese Konsequenz?
Offenbar vorgenannte 8 Ansätze (?), wovon unseres Erachtens zumindest drei eine Alibi-Funktion ausdrücken, um sich wohl für ein „Versagen“ des angedachten Vorhabens >TrippleB< „fehlerlos“ zu geben!
Im Sinne einer „gelebten“ Fehlerkultur ist es m.E. natürlich konsequent, das Vorhaben  „Berliner Begegungszone Bergmannstraße“ als zweites Pilotvorhaben des 5. Modellprojektes der Fußverkehrsstrategie für Berlin „Begegnungszonen“ aufzugeben und dennoch die im Rahmen der Diskussion geforderten Maßnahmen bezüglich vor allem der Versäumnisse für die Bergmannstraße umzusetzen!

Die „Philosophie“ des „Wolfarth von Am-Weißen Blattes“ ist m.E. gescheitert! Sollte gar eine „Parkletzone“ (reversible Elemente) das Ergebnis des „Weißen Blattes“ sein? Wohl doch nich1?!
Welche allgemeinverbindlichen Erfahrungen wollte man damit für „Berliner Begegnungszonen“ sammeln?
Konsquent im Sinne von Fehlerkultur wäre es m.E. bezüglich der Umgestaltung von Berliner Straßen in „Berliner Begegnungszonen“ zuerst von anerkannten unabhängigen „Spezialisten“ und Fachleuten, Architekten, Gestaltern, Planern usw., Richtlinien für „Berliner Begegnungszonen“ erarbeiten zu lassen!
Das auch m.E. deswegen, damit die Akteure ohne grundsätzliches „Konfliktpotential“, z.B. wie oben vom Verfasser der Präsentation als Alibi-Begründung formuliert, zu einem von allen Beteiligten akzeptier- und umsetzbaren Vorhaben-Ergebnis kommen können!

→ „Übernahme Bürgervorschlag: Testphase„:
Fake News!?
Nicht die Bürger habe eine „Parkletzone“ als Testphase vorgeschlagen, sondern die Akteure, der Senat (siehe Presserklärung des Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg vom 27.7.2016)!
go!b 17435 Presseerklärung 27.7.17 20160727_PM_BZ BergmannStr_Testphase

Also, die Strategieänderung (Pardigmenwechsel) wurde im Juli/August 2016 vom Senat veranlasst, ohne diese Entscheidung  den Anrainern vorher mitzuteilen, ohne Begründung, lediglich mit der Erläuterung, dass reversible Elemente geplant würden!
Bis heute sind unsere Bemühungen, in Erfahrung zu bringen, was beabsichtigt wird, welche Konstruktion von „reversiblen Elementen“ (in Form von Parklets oder was?) überlegt (Entwurf und Gestaltung) werden usw., ergebnislos.
Unverständlich auch deswegen, weil bereits zum 18.10.2017, 15 Uhr die Presse zur Einweihung der bis dahin fertigestellten „reversiblen Elemente“, wohl vor dem Laden von ARARAT und gegenüber, für einen sogenannten einjährigen „Problauf“ (für einen anderthalbjährigen „Testlauf“ zum endgültigen umzugestaltenden (Pilot)“Vorhabenlauf“ einer Begegnungszone Bergmannstraße) eingeladen wurden!
Wie zwischenzeitlich allseits bekannt, wurde die Presse wieder ausgeladen, die Akteure kurz vor Ultimo „wortkarg“ informiert, da die Akteure offenbar nicht in der Lage sind, die Auftragnehmer der „Parklets oder Was“ zum Termin zu verpflichten!
Das nenne ich Transparenz!
Vielleicht fehlten ja die Zeichnungen, die wir nicht erhalten haben?

No Fake News:
Allerdings ist richtig, dass von den Gewerbetreibenden Anrainern, u.a. von Fleiner, der Vorschlag gemacht wurde, auf der Basis der von den Gewerbetreibenden erarbeiteten und bekanntgemachten Vorschläge, mit einfachen vorhandenen „Mitteln“ des Tiefbauamtes, einen Test (Versuch) auf einem Straßenabschnitt für einige Wochen durchzuführen!

 ARARAT GmbH Bergmannstraße 9+99A


17437, iwann


go!bergmann =
DurchsetzungsInitiative von ARARAT

 

 

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