19081-03 Berliner Begegnungszone Bergmannstraße – „Wichtige“ Einladung zum Treffen Gedankenaustausch und Stellungnahme der „Gewerbetreibenden“ im Bergmannkiez iS Testphase „gekippt“ und „TrippleB“ usw.

Einladung von Michael Becker per eMail:

„Liebe Kollegens,

habe gerade vergessen, auf unsere geplante Sitzung am kommenden Mittwoch, 20. Februar 2019 um 19:00 Uhr im Atelier Halit Art in der Kreuzbergstrasse 72, hinzuweisen, dort können dan ja noch weitere Fragen geklärt werden.

Mit freundlichem Gruß
Michael Becker für
HERRLICH – MännergeschenkeBergmannstr. 2, 10961 BerlinTel.:030 784 53 95www.herrlich-berlin.deDE Nr. 135701712

Liebe Kollegen und jetzt mein Appell!

Rafft Euch auf! Kommt ‚mal wieder zum Treffen der Gewerbetreibenden!

Leider ist ja in den letzten Monaten, ja Jahren, das „erkennbare“ Engagement der überwiegenden Mehrzahl der Gewerbetreibenden iS Durchsetzung der Forderungen der Gewerbetreibenden hinsichtlich der Umgestaltungsabsichten der Bergmannstraße aus dem Jahre 2015/2016 quasi auf den Nullpunkt angelangt!, wahrscheinlich durch allgemeinen „Entwurfs-Frust“ über mehrere Jahre begründet!

Ich könnte den Eindruck gewinnen, dass die Kollegen kein Interesse mehr an der verbesserten Erlebnisqualität der Bergmannstraße haben, was ich natürlich nicht glauben will.

Deshalb sinkt natürlich auch die Motivation der noch wenigen „Engagierten“ sehr, zumal, z.B. ich, überhaupt nicht mehr weiß, ob wir insgesamt noch zu unseren Forderungen und Vorschlägen aus 2016 stehen!

Die derzeit sichtbare Testphase kann und darf es m.E. allerdings so nicht sein!

Wer die „elektronischen Informationen“ (wie die Schmidt-Referentin und auch das Verwaltungsgericht diese Informationsquelle nennen) der Akteure über die Jahre hinweg aufmerksam verfolgt, wird feststellen können, dass diese Informationen „nach Gutdünken, ohne Hinweise“ nach und nach redigiert werden, so dass heute nicht mehr wirklich nachvollzogen werden kann, was „gestern“ geschrieben worden ist!

Meine Bemühungen seit Monaten beim Bezirk durch verschiedenste Anfragen, bezüglich Hintergrundinformationen iS 2. Pilotvorhaben, u.a. spezifisch die „sogenannte“ temporäre „Testphase“, in Erfahrung zu bringen sind sämtlichst „unbefriedigend“ gescheitert, bis darauf, dass die Referentin des Baustadtrats F-K kurz vor Weihnachten 2018 mir in einer eMail verspätet mitgeteilt hat (siehe dazu den Blogbeitrag), nachdem ich beim Verwaltungsgericht Berlin eine Untätigkeitsklage eingereicht hatte, ich zitiere: „… Es sind im Bezirk keine papiernen Aktenvorgänge vorhanden, da die für das Bezirksamt erforderlichen Informationen dies betreffend für jedermann online abrufbar sind unter folgendem Link: https://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/fussgaenger/bergmannstrasse/de/begegnungszone_archiv.shtml …“

Unter anderem wollte ich Hintergrundinformationen bezüglich der Vergabe der Parklets nach der Berliner Vergabeordnung erlangen, da ich recherchiert hatte, dass diese Vergabe ohne öffentliche Ausschreibung erfolgte. Man verwies mich auf die Eilbedürftigkeit. Da fühle ich mich „veräppelt“!

Außerdem interessierte mich, ob für die Testphasen-Maßnahme eine ordentliche Baugenehmigung, vor allem auch wg der Verkehrssicherheit, erforderlich ist und wenn ja, ob diese vorliegt?

Bereits 2015/2016 habe ich darauf hingewiesen, dass m.E. für dieses Pilotvorhaben unbedingt ein qualifizierter Bauzeitenplaner/Projektmanager sinnvoll ist, weshalb ich angefragt habe, ob u.a. für die Testphase diese Funktionsanforderung umgesetzt wurde usw. usw.

Das Resultat sieht man heute! Ende Oktober 2018 sollte die Testphase „komplett“ umgestaltet sein! Bis heute wurden m.E. auf Grund mangelnder Vorbereitungen im Prinzip lediglich die gelben Parkletmodule etc. montiert. Wenn das eine „Berliner Begegungszone“ darstellen soll, bleibt mir die Sprache weg!

Meine Recherche bezüglich meiner Anfragen im mir benanntem Link der Referentin verlief bis dato u.a. auch z.B. in diesen Punkten erfolglos.

Vielleicht kann ich Unterstützung von netzgeübten und juristisch versierten Kollegen bekommen!

Abschließend möchte auch darum bitten, ob mir Unterstützung von den Anrainern bezüglich der Aussage der Akteure zuteil kommen kann, dass die „sogenannte“ Testphase mit Parklets dem Ergebnis der Auswertungen der diversen Bürgerbeteiligungsverfahren geschuldet sei und die Akteure diesem Ansinnen/dieser Forderung der Bürger deshalb (in Abstimmung mit den Bürgern) nachkommen bzw. gekommen sind!

Meines Erachtens ist eine Parkletzone nicht gleichzusetzen mit einer Begegnungszone überhaupt und schon gar nicht mit dem gut funktionierenden „Begegnungskiez Bergmannstraße“ wie bereits heute schon vorhanden, ggf. noch besser notwendigerweise aufgewertet mit z.B. unseren Forderungen aus 2016!

Meines Erachtens brauchen wir keine Parklets, wie sie dort in Massen bezugsfremd und m.E. teilweise verkehrsunsicher montiert wurden, sondern z.B. Sitzgelegenheiten, etwa wie im Bereich der Urania, außerdem natürlich Begrünung usw.

Meines Erachtens brauchen wir keine Überquerungsmodule in Form von m.E. unsicheren Riffelblechen, sondern, wie 2016 vorgeschlagen gehwegniveaugleiche Übergänge an Kreuzungen, Straßeneinmündungen und ggf. exponierten Bereichen à la Gesundheitszentrum (wieso ist das z.B. in Holland und Frankreich möglich/üblich und funktioniert?).

Meines Erachtens kann die Geschwindigkeitsreduzierung auf z.B. 20 km/h u.a. dadurch erreicht werden, dass die vorgenannten niveaugleichen Uberquerungshilfen die motorisierten Verkehrsteilnehmer zwingen langsamer zu fahren, zusätzlich könnten sogenannte „Displayampeln“ an Einmündungen und Kreuzungen für geschwindigkeitsreduziertes Fahren unterstützen!

Meines Erachtens sind die Entwürfe bzw. Ausführungsplanungen für dieses Pilotvorhaben nicht zufriedenstellend zu Ende gedacht und geplant: ich denke da u.a. an Kunst im Öffentlichen Raum, öffentliche Trinkwasserbrunnen, Büchertauschmöglichkeiten, Informationsysteme, Öffentliche Toilettten  usw. usw.

Wo verbleiben die ca. 100 wegfallenden Parkplätze, wenn in den Seitenstraßen im Zuge der Parkraumbewirtschaft nicht Ausgleichsmaßnahmen geschaffen werden, wie von uns bereits 2016 vorgeschlagen?

Alles dringende und berechtigte Fragen eines betroffenen Anrainers!

Ich bin der Auffassung, nachdem die BVV nun wohl den Rückbau der Testphase beschlossen hat, dass mit den Akteuren, vorrangig dem Bezirk, „TrippleB“, aber auch bezüglich „Berliner Begegnungszonen generell, im vorbeschriebenen Sinn neu diskutiert und überdacht werden muss, auch unter Einbeziehung und unter erneuter Auswertung der Ergebnisse der Bürgerbeteiligungsverfahren der letzten Jahre usw., um den heutigen Begegnungskiez Bergmannstraße für alle Anwohner und Anrainer wirklich noch attraktiver zu machen!

Ich wiederhole mich, abgesehen davon, dass die Akteure/BV einmal beschlossen hatten „Berliner Begegnungszonen“ nach Schweizer Vorbild zu planen, empfehle ich nochmals, sich in Wien z.B. die Begegnungszone Mariahilfer Straße anzusehen! Das wär‘ doch ein informativer Ausflug zur Entscheidungsfindung für die Mitglieder der BVVs!

TrippleB ist ein Pilotvorhaben für Gesamt-Berlin.

Nicht auszudenken, wenn ganz Berlin eine Begegnungszone à la Testphase Bergmannstraße werden soll, Herr Bürgermeister!

Meines Wissens unterliegt die Bergmannstraße der Hoheit des Bezirks F-K, weshalb die BVV, die von uns gewählten Vertreter haben zu entscheiden, wie sich der Bergmannkiez zum Wohle der Anrainer entwickelt und noch attraktiver wird!

Das durch diese Planung kein jährliches Jazzfest o.ä. mehr möglich sein soll, ist schwierig nachzuvollziehen!, dass das die Bezirksverordneten wollen!

Ich möchte den Kollegen vorschlagen, einen sachlichen „Öffenen Brief“ an die Entscheidungsträger, z.B. den Bürgermeister von Berlin zu verfassen, um unsere Forderungen des Bergmannkiezes, aber auch die Interessen bezüglich der Stadtgestaltung Gesamt -Berlins iS „Berliner Begegnungsstätten“ zu formulieren.

Vielleicht war die Idee vor Jahren, eine Interessengemeinschaft/Verein/genossenschaft o.ä. im Bergmannkiez zu kreieren nicht die schlechteste Überlegung für Anwohner und Gewerbetreibenden!

Zum Schluß: Die Idee des verstorbenen Herrn Panhoff, Fördergelder des Senats für den Kiez zu nutzen, war bestimmt nicht dumm, aber Herrn Panhoff ging es vorrangig darum, unsere Forderungen, zum Leidwesen von Herrn Wolfahrt von Alm, Versäumnisse vieler Jahre im Bergmannkiez „wett“ zu machen, „Berliner Begegnungszonen“ hin oder her, wie er sich eins ausdrückte! Das hat er mir persönlich an unserem Info-Stand auf dem Bergmannstraßenfest 2016 gestanden!

Spenner (zuletzt aktualisiert 19082-11h00)

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