19107-01 „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“ (TrippleB) > ARARAT-Plakat-Aktion: Straßenbild Verunstaltung stoppen!

Das jährliche Bergmannstraßen-Jazzfest 2019 soll/kann dieses Jahr nicht in der Bergmannstraße gefeiert werden, da die sogenannten, m. E. „lieblos“ geplanten Parkletsmodule bzw. die sogenannte Testphase insgesamt das unmöglich machen! Die Akteure haben das Pilotvorhaben Berliner Begegnungszonen Bergmannstraße eben offenbar nur als „Verkehrsprojekt“ behandelt und überplant, weshalb die Akteure offenbar es weder für notwendig erachtet haben z.B. einen Wettbewerb für das Modell-Projekt 5 „Berliner Begegnungszonen“, noch für die einzelnen Pilotvorhaben auszuloben!

Mehr noch, die Akteure haben es abgelehnt, der Einladung des Baukollegiums Berlin, quasi zu vergleichen mit einem Gestaltungs-Beirats, das Modellprojekt Berliner Begegnungszonen bzw. das Pilotvorhaben für Gesamt-Berlin Bergmannstraße nachzukommen und zu erläutern!

Warum wohl?

Außerdem betonen die Akteure immer wieder, dass diese sogenannte Testphase in enger Abstimmung und nach den Wünschen der Auswertungs-Ergebnisse der diversen Bürgerbeteiligungsmaßnahmen mit den Anrainern geplant wurde, quasi partizipativ. Ich wage zu behaupten, dass von Partizipation nicht die Rede sein kann, noch das ein Anrainer wirklich eine solche Testphase für schätzungsweise fast 1 Mio sich vorgestellt hat und noch weniger, dass sie diese gelben sogenannten reversiblen Parklets etc. überhaupt kannten.

Die beiden Entwurfsskizzen der Gewerbetreibenden zum Zeitpunkt des Bergmannstraßenfest 2016 wurden m.E. von den Akteuren einfach ignoriert und blieben ohne ernsthaftes partizipatives Planungsgespräch bei der Planung von LK.Argus und A24 unberücksichtigt!

Unseres Erachtens eine unverständliche Missachtung des Engagements betroffener Bürger!

Begegnungszonen sind m.E. nicht automatisch Parkletzonen!

Das war m.E. ein Schnellschuss, eine Entscheidung hinter verschlossenen Türen, eine „eigenwillige“, einsame Entscheidung der Akteure, Senat und Bezirk!

Straßengestaltungsfragen schienen da wohl nicht so wichtig, obwohl m.E. neben der Funktionalität gerade gut gestaltete Vorhaben/Projekte und Objekte eine für jedermann „gehörige“ Portion „Lebensqualität“ ausmachen können!

Meines Erachtens, sozusagen ein Reinfall, auf dem Rücken der Anrainer, zur Profilierung der Akteure!

Im Jahre 2019 wird das Bergmannstraßenfest Ende Juni in der Kreuzbergstraße veranstaltet, nicht etwa als Kreuzbergstraßenfest, nein als Bergmannstraßenfest!

Dabei sollte doch durch die Umgestaltungsabsichten der Bergmannstraße der Akteure im Bergmannkiez alles besser werden! Zitat, zu Zeiten des Stadtrat Herrn Panhoff, Dr. Heinrichs, Verkehrsplaner LK.Argus: „Die Bergmannstraße ist eine tolle Straße, aber da ist noch Luft drin„.

Ja, in jedem Reiseführer dieser Welt, der sich für Berlin begeistert, wird ein Besuch der Bergmannstraße erwähnt, empfohlen, nicht zuletzt wegen der Aufenthalts- und Erlebnisqualität, die auch, nicht nur, den gewerblichen Anrainern zu verdanken ist, die den Begegnungskiez seit 35 Jahren zudem verholfen haben, was er heute ist!

Leider wurde vom Bezirk in dieser Zeit, aus welchen Gründen auch immer, viele „Notwendigkeiten“, die wir in unseren Forderungen 2016 formuliert haben, vernachlässigt!

In diesem Zusammenhang stellen wir uns auch die Frage, was ist eigentlich mit dem Modell-Projekt 6, Einzelhandel, der Berliner Fußverkehrsstrategie?

„Jetzt haben wir den Salat!“ … und das, obwohl am 30. Januar 2019 die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg mehrheitlich beschlossen hat, dass die Testphase bis zum Bergmannstraßenfest zurückgebaut gebaut wird oder richtiger zumindest zu prüfen, ob das u.a. zeitlich machbar ist, um das diesjährige Bergmannstraßen-Jazzfest zu ermöglichen. Übrigens auch eine der Forderungen aus den Ergebnissen der diversen Bürgenbeteiligungsaktionen!

Stattdessen wurde begonnen, z.B. die Fahrradbügel mit aufwendigen Tiefbaumaßnahmen im Straßenlandbereich, wo vorher Parkplätze waren,  nicht reversible Fahrradbügel einzubauen, quasi einbetoniert, ohne dass abgewartet wurde, was die Prüfung bezüglich eines Rückbaus der Testphase gemäß BVV-Beschluss ergeben hat und die Bezirksverordneten über das Ergebnis der Prüfung aufschlussreich informiert wurden.

Für uns, quasi durch Fakten Tatsachen schaffen!

19107-18h13 edidiert 19111-23h06

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Eine Antwort auf „19107-01 „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“ (TrippleB) > ARARAT-Plakat-Aktion: Straßenbild Verunstaltung stoppen!“

  1. Als langjähriger Bergmannstraßen – Anwohner platzt mir jedesmal fast der Kragen, wenn ich durch die Straße laufe. So eine mutwillige Verunstaltung und Kiezzerstörung ist schon sehr ärgerlich und unüberlegt. Die Straße hat ihr Straßenfest verloren. Wer sich über so etwas freut, sollte schleunigst an den Stadtrand ziehen und dringend benötigte Wohnungen frei machen, für Leute die den Kiez lieben, wie er mal war.

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