19253-02 „Befragung [erneut] der Bewohner*innen und Gewerbetreibenden zur künftigen Gestaltung der Bergmannstraße“ des BA F-K über asum GmbH > Aber was ist mit der „Berliner Begegnungszone“ und „Wo steht die Nulllösung?“

Nach mehr als vier Jahren Bürgerbeteiligungsverfahren nun eine erneute Befragung iS der in einer sogenannten „Parkletzone“ mutierte „Berliner Begegnungszone“ oder doch eher dem Wunschdenken nach einer „Schmidtschen Verkehrswende“ ohne Bürgerpartizipation?

Keine Frage, das Thema Verkehrswende ist generell dringend zu diskutieren und zu lösen, aber nicht unter Vorspiegeling falscher Tatsachen und ohne transparente Partizipation, natürlich nicht falsch verstanden, also ohne „Albtraum“, aber mit Teilhabe am Entscheidungsfindungsprozess!
Wo bleibt da die Lösung zum Modellprojekt 5 „Berliner Begenungszonen“!

Wie findet das übrigens der Geldgeber Senat?

Die Firma asum GmbH ist nun innerhalb der Jahre des Versuchs einer Entscheidungsfindung das dritte Unternehmen, was sich mit Bürgerbefragungen offenbar schwer tut!
Ob die Formulierungen und die Typografie des Befragungsformular geglückt sind, also bürgerfreundlich und konkrete relevante Fragen gewählt wurden, scheint mir zumindest teilweise aus offenbar mangelnder Kenntnis des bisherigen Prozesses eher fragwürdig oder vielleicht auch „schmidtbezogen“?!

Es bleibt zu hoffen, dass die Ergebnisse dieser Auswertung dann diesmal auch tatsächlich zu einem brauchbaren Ansatz für ein „Pflichtenheft/Richtlinen“ transparent dokumentiert werden und auf dieser Grundlage ein architektonischer teamorientierter Planungswettbewerb mit Beratung der Architektenkammer Berlin ausgelobt wird!

Bereits 2015/16 haben wir einen solchen Wettbewerb für ein so entscheidendes diffiziles Planungsvorben „Berliner Begegnungszonen“ angeregt!

Begegnungszonen können m.E. keine reine Verkehrsprojekte sein!
Verkehrsplaner usw. gehören ins Team, klar, aber m.E. nicht unbedingt hauptamtlich als Gestalter in einem städtebaulichen Straßengestaltungs-Projekt mit erheblicher Lebens- und Aufenthaltsqualität!

Da ja die Akteure bis dato nicht einmal bereit sind, belastbare Zahlen der Gesamt-Kosten dieses Pilotvorhabens zu nennen, sondern immer neue Halbwahrheiten in die Welt zu setzen, wage ich zu behaupten, dass das Pilotvorhaben „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“ einen großen Prozentsatz der sich bis dato summierten realen Gesamt-Kosten in Höhe m.E. von mehreren Millionen Euro nach entsprechenden Normen und u.a. Haushaltsgesetzen mit qualifizierten Projektmanagement und einem ausgeschriebenen Wettbewerbsverfahren mit qualifizierten Planern erheblich weniger gekostet hätte!
Ganz abgesehen davon, dass der über vierjährige Einsatz der Anrainer scheinbar für die Akteure ohne Belang ist, denn über die Ergebnisse der Auswertungen vorheriger Bürgerbeteiligungsverfahen scheint ja kein Wort mehr verloren zu werden!
Nur ein kleines Beispiel iS Gesamt-Kosten: Der Stadtteiauschuß Kreuzberg e.V. wird auch vom Bezirk unterstützt, weshalb z.B. auch diese, solche Kosten in die Gesamt-Kosten des Pilotvorhabens berücksichtigt werden müssen.

Die mir vorliegenden Befragungsunterlagen habe ich einmal testweise zK ausgefüllt:

Offen bleibt für mich die Frage, nach welchen Kriterien die Befragungsbögen transparent, objektiv und statistisch repräsentiv von wem, wann ausgewertet werden!

Mich verwundert auch, dass die Gruppe der Besucher in der Befragung nicht vorkommt, da doch die Bergmannstraße nicht zuletzt auch wegen der Erlebnisqualität in der Bergmannstraße für die Besucher vom Bezirksbaustadtrat für eine „Berliner Begegnungszone“ beim Senat beworben wurde!
Klar, die Umfrage erfolgte nach dem Zufallsprinzip, ob das aber dann für Berlin repräsentiv sei kann wird m.E. nicht unumstritten sein.

erstellt Spenner 19253, zuletzt aktualisiert 19253 – 20h50

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