16064-01 Treffen Gewerbetreibende Bergmannstraße im Gesundheitszentrum – Veröffentlichung Ideenskizzen TrippleB

LK Argus (auf der Senatsseite)

Begegnungszone Bergmannstraße Planungsideen
für die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung

Für die Bergmannstraße wurden erste Planungsideen entwickelt.
Sie zeigen Grundprinzipien einer möglichen Aufteilung des Straßenraumes, die die Ziele
der Fußverkehrsstrategie und Hinweise aus der ersten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung aufgreifen.
Diese Grundprinzipien werden nun in der zweiten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung diskutiert. Anschließend soll eine konkrete Vorplanung für die zukünftige Begegnungszone Bergmannstraße ausgearbeitet werden.
Die Planskizzen wurden für drei Abschnitte der Bergmannstraße erstellt:
Abschnitt zwischen Nostitzstraße und Solmsstraße … als typischer Querschnitt für die Bergmannstraße
Die Planungsvarianten dieses Abschnittes sind wegen seiner Gleichartigkeit grundsätzlich auf die gesamte Bergmannstraße übertragbar.
● Gesundheitszentrum / Kaiser’s / Netto … als Sonderbereich der Bergmannstraße
Der Bereich vor dem Gesundheitszentrum war Beteiligungsschwerpunkt bei der ersten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung.
Er ist auch ein besonderer Ort in der Bergmannstraße, weil dort besonders viele Menschen etwas erledigen.
Deshalb wurden hierfür Vorschläge entwickelt, die ein wenig von den Planungsvarianten des typischen Querschnitts abweichen.
● Kreuzung Bergmannstraße / Zossener Straße / Friesenstraße … als Sonderbereich der Bergmannstraße
Die Kreuzung Bergmannstraße / Zossener Straße / Friesenstraße vor der Marheineke-Markthalle war Beteiligungsschwerpunkt bei der ersten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung. Für diesen komplexen Bereich wurden ebenfalls erste Planungsideen entwickelt.
Im Folgenden werden die grundlegenden Ideen für diese drei Orte vorgestellt.
Es geht dabei noch nicht um Details, sondern um das jeweilige Grundprinzip der Straßengestaltung.

Siehe auch den Beitrag für Sonderbereiche unter 16064-02 HP Hubert, leiser-bergmannkiez – Präsentation Ideenskizzen Senat

Abschnitt zwischen Nostitzstraße und Solmsstraße … als typischer Querschnitt für die Bergmannstraße

BegegnungBergmann 16071 - Nostitz-Solms Lageskizze Variante 1 - 15-02-2016 17-21-51-300
Lageplanskizze Variante 1 Beidseitig breitere Seitenräume
BegegnungBergmann 16071 - Nostitz-Solms Perspektive Variante 1 - 15-02-2016 17-26-00-600
Vogelflug-Perspektive Variante 1

 

BegegnungBergmann 16071 - Nostitz-Solms Lageskizze Variante 2 - 15-02-2016 17-29-38 - 600
Lageplanskizze Variante 2 Breitere Seitenräume im Versatz
BegegnungBergmann 16071 - Nostitz-Solms Perspektive Variante 2 - 15-02-2016 17-27-54 - 600
Vogelflug-Perspektive Variante 2
BegegnungBergmann 16071 - Nostitz-Solms Lageskizze Variante 3 - 15-02-2016 17-33-03_ff-300
Lageplanskizze Variante 3 Einseitig breitere Seitenräume
BegegnungBergmann 16071 - Nostitz-Solms Perspektive Variante 3 - 15-02-2016 17-31-17-600
Vogelflug-Perspektive Variante 3

16063-02 Berliner Zeitung Sabine Rennefanz – Kommentar zu Plänen in Kreuzberg: Begegnungszone nimmt der Bergmannstraße Vitalität und Charme

Berliner ZeitungPolitikMeinung

Meinung

09.02.2016

Kommentar zu Plänen in Kreuzberg: Begegnungszone nimmt der Bergmannstraße Vitalität und Charme

 Von Sabine Rennefanz

Die Bergmannstraße ist eine der beliebtesten Einkaufs- und Ausgehstraßen Kreuzbergs – noch.  Foto: BLZ/Markus Wächter

In der belebten Kreuzberger Bergmannstraße soll der Verkehr beruhigt werden. Aber was, um Himmels Willen, ist eine Begegnungszone? Und macht sie wirklich alles besser im verkehrsbelasteten Kreuzberger Kiez?

Wer unter der Woche in der Bergmannstraße in Kreuzberg unterwegs ist, braucht gute Nerven. Autos parken in zweiter Reihe, Radfahrer rasen über rote Ampeln, Fußgänger rempeln aneinander an, es ist voll und anstrengend. Stadt und Bezirk wollen die Straße beruhigen und in eine sogenannte Begegnungszone umwandeln. Weniger Verkehr, weniger Lärm, mehr Platz für Fußgänger versprechen die Stadtplaner. Klingt gut, doch funktioniert es auch? Oder ist es eine stadtplanerische, überdimensionierte Kopfgeburt?

Die Erfahrungen aus der Schöneberger Maaßenstraße, wo bereits eine Begegnungszone für 700.000 Euro eingerichtet wurde, wirken eher abschreckend, Wirte und Händler klagen über Umsatzeinbußen. Nun haben auch die Gastronomen und Ladenbesitzer in der Bergmannstraße Angst, dass ihnen dasselbe widerfährt. Und es gibt noch ein anderes Problem: Wenn die Bergmannstraße für Autoverkehr stark eingeschränkt wird, wird der Verkehr nicht verschwinden, sondern sich Ausweichstraßen suchen. War es bisher nur auf der Bergmannstraße voll, dürfte es künftig auch in den idyllischen Wohnstraßen drumherum unruhiger werden.

Etwas mehr Gelassenheit

Man würde sich von den offenbar sozialpädagogisch veranlagten Stadtplanern in der Senatsverwaltung etwas mehr Gelassenheit wünschen. Kreuzberg ist nicht Karow, und ein bisschen Lärm und Chaos darf man dem Großstädter schon zumuten. Eine Begegnungszone würde der Bergmannstraße ihre Vitalität und ihren Charme nehmen.

Die Probleme, die es unbestritten gibt, hätte man vielleicht auch kostengünstiger und eine Nummer kleiner lösen können. Wenn Autofahrer sich nicht an das Tempo 30 halten, könnte man mehr Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Wenn der Radverkehr zunimmt, könnte man eine eigene Radspur und mehr Parkplätze für Räder schaffen.

16063-01 Berliner Zeitung Karin Schmidl – Unterschriften gegen die Sanierung des Fraenkelufer: Anwohner wollen das Ufer an der Admiralbrücke retten

Berlin

Nachrichten und aktuelle Meldungen aus Berlin
10.02.2016

Unterschriften gegen die Sanierung des Fraenkelufer: Anwohner wollen das Ufer an der Admiralbrücke retten

 Von 

Das Fraenkelufer schließt an die Admiralsbrücke an.  Foto: imago stock&people

Das Fraenkelufer in Kreuzberg soll saniert werden. Doch das Bezirksamt hat die Bauarbeiten auf Eis gelegt, weil eine Anwohnerinitiative Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammelt, mit dem die geplante Sanierung gestoppt werden soll.

Im Hintergrund wühlen Bagger im Erdreich, aus dem Uferbereich am Landwehrkanal gegenüber dem Urban-Krankenhaus in Kreuzberg holen sie riesige Steinbrocken und verrottete Baumwurzeln. Die Ufersanierung ist dort seit einigen Tagen in vollem Gange. Zwischen Baerwaldbrücke und Böcklerpark werden derzeit Bäume und Büsche beschnitten, hinter dem hohen Bauzaun setzen Bauarbeiter die ersten Pfähle für den neuen Zaun in vorbereitete Löcher.

Eigentlich sollte es östlich davon demnächst mit dem zweiten Bauabschnitt weitergehen. Doch die Arbeiten hat das Bezirksamt auf Eis gelegt – weil eine Anwohnerinitiative Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammelt, mit dem die geplante Sanierung zwischen Erkelenzdamm und Admiralbrücke gestoppt werden soll.

Acht Meter breite Promenade

„Wir sind gegen die brachiale Sanierung, die der Bezirk hier durchziehen will“, sagt Gisela Bosse. Die 58-Jährige lebt seit 34 Jahren am Fraenkelufer. Sie wohnte schon dort, als der Architekt Hinrich Baller, der an der Straße mehrere Wohnhäuser gebaut hat, auch einige Uferbereiche gestaltete. Das war zur Internationalen Bauausstellung 1987, alles sei damals so angelegt worden, wie die Anwohner es wollten, sagt Bosse.

Drei von der Initiative: Gisela Bosse, Michael Westdickenberg und Cora Jacoby (v. l.) an der Schneckentreppe.  Foto: Christian Schulz

Die Anlage entlang des Ufers, die 1846 von Peter Joseph Lenné entworfen und 1987 von Baller neu gestaltet wurde, hat etwas Romantisches. Es gibt sanft geschwungene Wege, ein Wiese mit Hügeln und Tälern und eine Treppe, die sich kreisförmig in Richtung Ufer windet. Wiesental nennen die Anwohner ihre grüne Oase, die Treppe wird liebevoll als Schneckentreppe bezeichnet. „Der vom Bezirk geplante Umbau würde vieles davon kaputt machen“, sagt Gisela Bosse. Deshalb hat sie mit weiteren Anwohnern eine Bürgerinitiative gegründet, die derzeit knapp 20 aktive Mitglieder hat.

„Wir wollen eine behutsame Sanierung und Ergänzung des Bestehenden und keinen kompletten Umbau“, sagt der Soziologe und Historiker Michael Westdickenberg, der zur Initiative gehört. Die Planung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg sieht unter anderem vor, dass schnurgerade Wege am Ufer entstehen, dass Rosenstöcke, Fliederbüsche und immergrüne Sträucher verschwinden und dass Granitplatten und Mosaikpflaster verlegt werden, wo ein Tennenweg verläuft. Autos sollen nicht mehr quer zur Straße, sondern längs parken, die Uferpromenade soll von fünfeinhalb auf acht Meter verbreitert und an mehreren Stellen mit Sitzmöbeln ausgestattet werden.

Ein besonderer Streitpunkt ist die kleine Schneckentreppe zum Ufer. Sie soll zwar erhalten bleiben, aber dicht daneben sollen eine weitere, breite Betontreppe sowie eine Rampe gebaut werden. „Die von Baller angelegte Treppe wird damit entwertet, die ganze Ästhetik dieser märchenhaften Gegenwelt, die der Architekt entworfen hat, geht so verloren“, sagt Westdickenberg.

Stadtrat: Kein Baum wird gefällt

Die Initiative kritisiert aber nicht nur. Sie hat Alternativ-Ideen vorgelegt. „Die Grünanlage, die über 20 Jahre vernachlässigt wurde, muss natürlich saniert werden“, sagt die Ärztin Cora Jacoby. Aber: bitte behutsam! Eine Reparatur des Tennenbelages und der Grünanlagen würden reichen und 333 000 Euro kosten. Der Bezirk plant mit 785 000 Euro. Das Geld kommt aus dem Landesprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz.

Der Baustadtrat Hans Panhoff verteidigt seine Pläne. „Wir müssen dort etwas tun, um den stark angestiegenen Fahrradverkehr zu bewältigen und um mobilitätseingeschränkten Menschen einen besseren Zugang zu schaffen“, sagt der Grünen-Politiker. Deshalb werde der Weg verbreitert. Nur mit Instandsetzungsarbeiten sei es nicht getan: „Das Geld aus dem Denkmal-Topf gibt es nur, wenn eine Wertverbesserung erfolgt.“ Das heißt, eine Instandsetzung, wie von der Initiative gefordert, müsste der Bezirk selbst bezahlen. Immerhin soll kein Baum gefällt werden, so der Grüne.

Für ein erfolgreiches Bürgerbegehren müssen bis Juli 5 741 Unterschriften zusammenkommen. Dann muss sich das Bezirksparlament damit befassen. Bis dahin sollen die Arbeiten ruhen.

16062-05 Inforadio Interview mit Wolfarth von Alm – ‚Die Bergmannstraße soll lebhaft bleiben‘

BegegnungBergmann 16062 Inforadio iS Bergmannstraße

Zu laut, zu eng, zu hektisch – die Bergmannstraße in Berlin-Kreuzberg soll für Anwohner wie Gäste angenehmer werden: Aus der Stress-Zone soll eine Begegnungszone werden. Nach einer ersten Online-Befragung der Bürger hat der Senat nun erste Ergebnisse vorgestellt: Lebhaft soll die Bergmannstraße bleiben – allerdings mit deutlichen Akzenten auf Radfahrer und Fußgänger, sagt Horst Wohlfarth von Alm , Leiter des Referats Straßenplanung bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

  • Was ist eine Begegnungszone?

    Berlin hat im Jahr 2011 eine Fußverkehrsstrategie beschlossen. Diese steht unter dem übergeordneten Ziel einer stadt-, sozial- und umweltverträglichen, gesunden, sicheren und kostengünstigen Mobilität. Sie detailliert die Ziele des Stadtentwicklungsplans Verkehr zur Förderung der nicht motorisierten Verkehrsarten und ergänzt sie mit Leitlinien, Maßnahmen und Modellprojekten. Das Modellprojekt 5 der Berliner Fußverkehrsstrategie befasst sich mit dem Thema Begegnungszonen. Im Rahmen der Umsetzung werden Ideen entwickelt, wie Straßen zukünftig aussehen könnten, damit das zu Fuß gehen einfacher und sicherer sowie die Aufenthaltsqualität gefördert wird. (Quelle: www.begegnungszonen.berlin.de)

  • Was sind die baulichen Möglichkeiten und Grenzen in einer Begegnungszone?

    Für eine neue Begegnungszone gibt es kein „Kochrezept“. Jede Straße hat ihre eigenen Stärken, Schwächen und Besonderheiten. Aufbauend auf einer gründlichen Bestandsaufnahme und der Analyse vorhandener Konflikte werden Lösungen erarbeitet, welche die prägenden Rahmenbedingungen berücksichtigen. Einige Eckpunkte für die Planung, die auch zu einem hohen Wiedererkennungswert beitragen sollen, stehen aber schon fest. Die Straße wird wie die anderen Berliner Begegnungszonen als „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ mit Tempo 20 beschildert werden. Klar ist auch, dass die vorhandenen Mittel nicht für einen flächenhaften Komplettausbau ausreichen werden und, dass die Änderungen vergleichsweise schnell realisiert werden sollen. Der Schwerpunkt liegt deshalb auf wirksamen Maßnahmen, die schnell und kostengünstig zur Verbesserung der Situation beitragen können.

  • Was ist der Unterschied zu einem Shared Space oder einem verkehrsberuhigten Bereich?

    Die Zielsetzungen sowohl beim Shared-Space-Gedanken (gemeinsam genutzter Raum) als auch in „verkehrsberuhigten Bereichen“ (umgangssprachlich auch „Spielstraßen“ genannt) sind in der Aufwertung von öffentlichen Straßenräumen zwar durchaus vergleichbar, sie heben sich aber in wesentlichen Details voneinander ab.

    Beim Shared-Space-Modell sind – anders als bei der „Berliner Begegnungszone“ – alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt. Ohne Verkehrszeichen sollen alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen. In der Praxis – vor allem in Großstädten – hat sich dieses Modell vielerorts allerdings nicht bewährt. Diese Bereiche werden inzwischen mit Verkehrsregelungen nachgerüstet. Das deutsche Straßenverkehrsrecht sieht außerdem kein „Shared Space“ vor. Die Straßenverkehrsordnung gilt immer im öffentlichen Verkehrsraum und kann durch keinerlei Maßnahme umgangen werden. Es ist daher derzeit nicht möglich, den Verkehr gänzlich von Regeln zu befreien und das Sozialverhalten als alleinige Regel vorzuschreiben.

    Die „Berliner Begegnungszone“ ist auch kein „verkehrsberuhigter Bereich“, da in solchen Bereichen die Aufenthaltsfunktion überwiegen soll und der Kfz-Verkehr nur eine untergeordnete Bedeutung besitzt. Fußgänger dürfen dort die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen, Kinderspiel ist erlaubt und Fahrzeugführer (auch Radfahrer) müssen mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Die Anwendung beschränkt sich daher in der Regel auf reine Wohnstraßen. Die Berliner Pilotprojekte zu Begegnungszonen suchen jedoch nach Lösungen für ein besseres Miteinander auch für stärker befahrene Straßen.

  • Was bedeutet dies für die Verkehrsteilnehmenden?

    Im Gegensatz zu Shared Space wird bei Begegnungszonen am Separationsprinzip festgehalten. In den „Berliner Begegnungszonen“ sollen Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr verträglicher miteinander auskommen. Das Überqueren der Straße soll erleichtert und zugleich sicherer werden. Ein Vorrang für Fußgängerinnen und Fußgänger wie er in der Schweiz besteht, ist in Deutschland aufgrund der derzeit gültigen StVO jedoch nicht umsetzbar.

    https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201602/09/231213.html

     

16062-04 10h57 Zebralog-Info von Jan Korte – Infos _ Neues Miteinander in der Bergmannstraße

Liebe Frau Kiczka-Halit, lieber Herr Spenner,

die Seite www.begegnungszonen.berlin.de ist jetzt mit den Vorschlägen für die Grundprinzipien der zukünftigen Gestaltung online. Eine kompakte Zusammenfassung aller 3 Standorte mit je drei Varianten finden Sie im Info-Bereich auf der rechten Seite, wie auch andere Dokumente, zum
Download: http://www.begegnungszonen.berlin.de/informationen

Viel Erfolg Ihnen bei der Vorbereitung!
Beste Grüße,
Jan Korte


Jan Korte
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BegegnungBergmann 16062 – Zebralog-Info von Jan Korte – Infos _ Neues Miteinander in der Bergmannstraße

16062-03 TAZ Claudius Prüssner – Umgestaltung der Bergmannstraße Fremdeln in der Zone

Umgestaltung der Bergmannstraße

Fremdeln in der Zone

Heute geht die Bürgerbeteiligung zur „Begegnungszone“ in der Kreuzberger Bergmannstraße in die zweite Phase. Gegen das Projekt regen sich Widerstände.

Eigentlich jetzt schon eine „funktionierende“ Straße, finden viele Anwohner.

BegegnungBergmann 16062 – TAZ Claudius Prösser Fremdeln in der Zone – taz

 

16062-01 Tagesspiegel Thomas Loy – Fußverkehrsplanung in Kreuzberg

Verkehrsplanung in Kreuzberg In Bergmannkiez gibt’s Krach um die Begegnungszone

 09.02.2016 08:26 Uhr

Von

Die Bergmannstraße soll „Begegnungszone“ werden – die Onlinedebatte startet in die zweite Runde. Die Maaßenstraße in Schöneberg ist schon umgestaltet, für viele ein eher abschreckendes Beispiel

BegegnungBergmann 16062 Bergmannstraße Tagesspiegel Foto KaiUweHeinrichs

BegegnungBergmann 16062 – Tagesspiegel Online – Ortsteile – Berlin – Tagesspiegel

16045-02 Prof. Gerlach: Shared Space, Begegnungszonen, Verkehrsberuhigung, Mischungsprinzipien – wer, wie, was, wieso, weshalb, warum?

Shared Space, Begegnungszonen, Verkehrsberuhigung, Mischungsprinzipien wer, wie, was, wieso, weshalb, warum?
Univ.-Prof. Dr.-Ing Jürgen Gerlach, Bergische Universität Wuppertal
Wer nicht fragt, bleibt dumm!
Der Autor geht immer noch bzw. wieder einmal den Fragen nach, mit welchen Prozessen und welchen Elementen welche Arten von Stadtstraßen „anders als sonst“, also in diesem Falle im Mischungsprinzip bzw. mit weicher Separation gestaltet und wie verkehrsrechtlich geregelt werden sollten.
Anlass ist, dass dem Autor sehr unterschiedliche Auffassungen darüber begegnen, was Shared Space- und Mischungsprinzipien eigentlich sind, was sie bewirken und wie entsprechende Straßenräume gestaltet und geregelt sein sollten. Der Beitrag erörtert zunächst Hintergründe sowie vorliegende Erkenntnisse und stellt auf dieser Basis Empfehlungen für künftige Planungsprozesse zusammen.

BegegnungBergmann 16045 – Gerlach – Shared_Space_Begegnungszonen_Verkehrsberuhigung

15411-01 Pressemitteilung – Für ein rücksichtsvolles Miteinander – Begegnungszone Maaßenstraße

Für ein rücksichtsvolles Miteinander

05.10.15, Pressemitteilung

Stadtweit erste „Begegnungszone“ in der Maaßenstraße wird eröffnet

Am heutigen Montag geben der Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, Christian Gaebler, die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler und der Baustadtrat Daniel Krüger die „Begegnungszone Maaßenstraße“ für den Verkehr und für die Nutzung der gewonnenen Aufenthaltsflächen frei.

Staatssekretär Christian Gaebler: „Mit der Fertigstellung dieser ersten Begegnungszone ist ein wichtiger Schritt zur weiteren Stärkung des Fußverkehrs in unserer Stadt vollzogen. Ich bin sicher, dass wir mit den umgesetzten Gestaltungselementen, die gegenseitige Rücksichtnahme in diesem belebten und vom Fußverkehr geprägten Straßenraum erhöhen werden. Ich danke dem Bezirk für seine Bereitschaft, dieses erste Pilotvorhaben umzusetzen und verspreche mir davon eine Signalwirkung auch für das zweite Pilotvorhaben, die Kreuzberger Bergmannstraße.“

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler: „Ich möchte insbesondere den Kindern und Jugendlichen sowie den Bürgerinnen und Bürgern danken, die den Prozess des Entstehens dieser Begegnungszone von der Idee bis zur Umsetzung aktiv begleitet haben. Es sind zusätzliche, möblierte und – dank der Mitwirkung des Künstlerpaares Camargo Klasen mit Unterstützung aus dem Kiez – künstlerisch aufgewertete Aufenthaltsbereiche entstanden, die das neue Gesicht der Straße mitprägen und den sozialen Zusammenhalt im Kiez fördern werden.“

Baustadtrat Daniel Krüger, dessen Straßen- und Grünflächenamt maßgeblich an der Umsetzung beteiligt ist, würdigt das Pilotprojekt unter dem Gesichtspunkt der erhofften Signalwirkung. „Auch ist der Aufbau von mehr als 50 Fahrradbügeln eine gute Botschaft für den Radverkehr im Bezirk. Die Neugestaltung des öffentlichen Raumes ergibt die Chance, die Aufenthaltsqualität zwischen Nollendorfplatz und Winterfeldtplatz zu verbessern“ so Krüger.

Im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Maaßenstraße zur Begegnungszone hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt festgelegt, wie die Sicherung und Weiterentwicklung der Aufenthalts- und Gestaltungsqualität im öffentlichen Raum erfolgen soll. Dieser verbindliche Gestaltungsrahmen für die Maaßenstraße soll zugleich als Instrument zur Regelung der Zulässigkeit jeglicher, vor allem jedoch kommerzieller Aktivitäten im öffentlichen Raum (genehmigungsfähige Sondernutzungen) dienen.

Mehr Informationen zum „Modellvorhaben Begegnungszonen“ und über weitere Projekte der Fußverkehrsstrategie finden Sie online.

Weitere Informationen:

10412-01 TAZ, Lukas Dubro – Fußverkehr Deutschland, FUSS e.V.

  • 12.10.2010

Fußverkehr Deutschland

Seit 25 Jahren engagiert sich der Fachverband FUSS e. V. für die Rechte der Fußgänger im Straßenverkehr

Sie sollen ein Denkzettel für falschparkende AutofahrerInnen sein, die weiß-blauen Aufkleber mit der Aufschrift „Parke nicht auf unseren Wegen“. Immer wieder kann man sie im Straßenverkehr entdecken, zumeist auf den Windschutzscheiben von Pkws, die auf dem Gehsteig stehen und dort den Weg für Passanten blockieren.

400.000 dieser Aufkleber hat der Fachverband Fußverkehr Deutschland (kurz FUSS e. V.) seit 2005 deutschlandweit abgesetzt, achtmal so viel wie in den fünf Jahren zuvor. „Das Problem des Falschparkens ist also wieder größer geworden“, folgerte Stefan Lieb, Sprecher des Verbandes, gegenüber der taz. Von diesem Problem aber einmal abgesehen, seien Städte wie Berlin auf einem guten Weg zu einer fußgängerfreundlicheren Stadt.

Dies geht unter anderem auf das Engagement des FUSS e. V. zurück. Vor 25 Jahren mit dem defensiven Untertitel „Fußgängerschutzverein“ gegründet, ist der Verein zum bedeutendsten Lobbyverband für Fußgänger in Deutschland geworden, der bundesweit 600 Mitglieder zählt. Hervorgegangen ist der Verein aus dem Arbeitskreis Verkehr und Umwelt, oder auch „Umkehr e. V.“, der auch heute noch ein wichtiger Bündnispartner des Vereins ist. Im FUSS e. V. sind vor allem Fachkundige und Interessierte aktiv, da eines der Hauptaufgabenfelder die Arbeit in Arbeitsgremien, Fach- und Stadtplanungsausschüssen ist.

Dort bringt der Verein seine Vorschläge für die Verbesserung der Situation von Passanten ein. Immer wenn eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) ansteht, wird der FUSS e. V. zur Stellungnahme aufgefordert. Als 2001 eine StVO-Novelle anstand, welche die Situation von FußgängerInnen verschlechtert hätte, verfasste der Verein ein 75-seitiges Papier und stoppte so erfolgreich die Novelle.

Generell würde der Verein die StVO gern zu einer bürgernahen Straßen-NutzerInnen-Ordnung umfunktionieren, die benutzerfreundlicher ist und klar die Rechte und Pflichten aller VerkehrsteilnehmerInnen definiert. „Die aktuelle Regelung ist einfach zu unstrukturiert“, bemerkte Lieb zur StVO.

Zudem hat der Verein einen Masterplan Fußverkehr Deutschland ausgearbeitet. Neben der Erhöhung der Bundesmittel für die Förderung des Zufußgehens auf zehn Prozent der gesamten Verkehrsinvestitionen, will der FUSS e. V. in Deutschland die sogenannten „Begegnungszonen“ einführen.

AutofahrerInnen sollen dort nur zwanzig Kilometer pro Stunde fahren dürfen und FußgängerInnen Vortritt haben, wenn sie die Fahrbahn überqueren wollen. Anders als die verkehrsberuhigten Zonen, die in Deutschland nur in Nebenstraßen zu finden sind, sollen die Begegnungszonen auch auf Hauptverkehrswegen zum Einsatz kommen. „Damit soll das Leben für alle Verkehrsteilnehmer angenehmer gemacht werden“, erhofft sich Lieb. In Frankreich, Belgien und der Schweiz seien diese Zonen sehr gut aufgenommen worden.

In Berlin arbeitet der Verein seit Oktober 2003 gemeinsam mit dem BUND, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, den Bezirken und anderen Bürgerinitiativen an einem Wegesystem als Grünflächen-Vernetzung für Fußgänger und Radfahrer. Das Projekt trägt den Namen „20 grüne Hauptwege für Berlin“ und soll autofreie Wege durch die Natur schaffen. Straßenquerungen sollen bequemer und sicherer gemacht und eine Beschilderung der Wege zur Orientierung errichtet werden. Insgesamt soll das Netz 550 Kilometer lang sein und die gesamte Stadt durchziehen. „Dadurch soll der Freizeit- und Alltagsfußverkehr attraktiver werden“, erhofft sich Lieb.

Für seine Arbeit freut sich der Verein über jede Verstärkung. Grundvoraussetzung ist ein gewisses Interesse für die Thematik Fußverkehr, da der Verein nicht sehr aktionsorientiert ist, sondern hauptsächlich in Gremien und Ausschüssen arbeitet. „Man braucht trotzdem keinen Professorentitel“, sagte Lieb.

Ansonsten ist der Verein dankbar über aufmerksame MitbürgerInnen, die Eigeninitiative zeigen. So versucht er Leute zu motivieren, sich an die zuständige Behörde zu wenden, wenn ihnen eine Ampelschaltung auffällt, deren Grünphase nicht ausreicht, damit man als Fußgänger die Straße überqueren kann. Ein Beispiel hierfür ist die Ampel am Ring-Center auf der Frankfurter Allee. „Für alle anderen gibt es natürlich auch noch die Aufkleber“, ergänzt Lieb.

LUKAS DUBRO