20382-02 Info: Das neuste zur Bergmannstraße

Dienstag, 15. September 2020

Berlin & Brandenburg Kreuzberger Bergmannstraße soll für Autos gesperrt werden

Monika Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen), Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild
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Berlin (dpa/bb) – Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg will den Verkehr im Bergmannkiez beruhigen. Ein 500 Meter langer Abschnitt der Bergmannstraße soll für Autos und Motorräder gesperrt werden, wie das Bezirksamt am Dienstag mitteilte. In den umliegenden Straßen sollen Einbahnstraßen und Tempo-20-Zonen eingerichtet werden. „Die Vormachtstellung des Autos und die Zeit der autogerechten Stadt sind vorbei“, sagte Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne).

Für Autos und Motorräder gesperrt werden soll die Bergmannstraße zwischen Nostitzstraße und Schleichermacherstraße. Lieferverkehr zwischen 6.00 und 11.00 Uhr bleibe möglich. Das Bezirksamt spricht von der Einrichtung einer „Fußgänger*innenzone“, doch es soll auch einen zweispurigen Radweg geben.

„Der Bergmannkiez wird unser Modellprojekt für den Kiez der Zukunft“, hieß es. 2018 waren auf der Straße testweise Sitzbänke und Pflanzen aufgestellt worden. Grüne Punkte sollten den Verkehr beruhigen, lösten aber Spott aus.

Die Straße in dem Ausgehviertel soll nun „klimaresilient“ gestaltet werden, wie es hieß – durch Verbindung von Grünflächen und Wasserelementen Regenwasser filtern, Temperatur regeln und Insekten einen Lebensraum bieten. Wann die Umgestaltung beginnt, ist noch offen. Nächste Woche soll das Bezirksparlament über den Beschluss des Bezirksamts beraten.

In einem Modellversuch ist derzeit auch ein Abschnitt der Friedrichstraße in Mitte für Autos gesperrt. Dort ist die Begründung, dass mehr Kunden in die Läden gelockt werden sollen.

Das kann m.E. ja nicht wirklich stimmen!

Über 5 Jahre Bürgerbeteiligungsverfahren iS „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“, und dann soll statt einer Begegnungszone Bergmannstraße offenbar jetzt in eine Fußgängerzone Bergmannstraße (?) umgestaltet werden?

Das ohne Bürgerbeteiligungsverfahren!!!

Nachdem die bisherige Phasen m.E. schätzungsweise insgesamt (alle Haushalte) mehrere Millionen Euro Gesamtkosten verbraucht wurden, kann ja eigentlich nicht mehr viel Geld übrig sein, wenn eine vernünftige Straßenbildgestaltung gebaut werden soll.

Vor geraumer Zeit haben wir ja bereits den Berliner Rechnungshof bezüglich der m.E. übertrieben hohen Gesamtkosten angerufen. Vielleicht sollten die Verantwortlichen jetzt doch wieder einmal mit den Kosten der beabsichtigten Maßnahmen in der Bergmannstraße interessieren!

Da bin ich ‚mal gespannt, was am Donnerstag da in der Ausstellung präsentiert wird!

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