19125-02 Info: Wo Mietfahrräder parken! > n-tv mobil: So manche Klausel ist ungültig

https://www.n-tv.de/20922887

Mietfahrräder werden oftmals einfach so irgendwo abgestellt. Da stellt sich für mich die Frage, wenn Mietfahrräder z.B. auf den Gehwegen in der Testphase des Pilotvorhabens „Berliner Begegnungszonen“ in der Bergmannstraße abgestellt werden, ob es nicht möglich sein wird zu testen und Regelungen hinsichtlich Bußgelder, „kostenpflichtig Einsammeln“ o.ä. zu schaffen, damit das angestrebte Flächenmanagement nicht ad absurdum geführt wird!

19123-01 Info: Position der Initiative! – Wessen Interessen werden vertreten? > leiser-bergmannkiez.de – Homepage

http://www.leiser-bergmannkiez.de/bergmann.html

Gelegentlich verweisen wir auf den Link der Homepage von leiser-bergmannkiez, eine Initiative von Hans-Peter Hubert.

Hans-Peter Hubert ist offenbar als Mitglied vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg in die „Zentralen Steuerungsgruppe“ bezüglich der „Berliner Begegnungszone Bergmannstaße“ mit Frau Bolg berufen worden, deshalb ist er in der Regel gut informiert.

Abgesehen davon, so habe ich es verstanden, ist er wohl auch Initiator oder Mitinitiator bezüglich des Beschlusses der BVV, dass hinsichtlich der „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“ die Einrichtung einer Steuerungsgruppe notwendig ist und beschlossen wurde. So habe ich das in Erinnerung.

Eine Satzung o.ä. der Initiative ist uns nicht bekannt.

Interessant, wissens- und lesenswert finde ich folgenden Absatz:

„Die Idee von „Begegnungszonen“ in Berlin wird seit der Entscheidung für 3 Pilotprojekte kontrovers diskutiert – für eines der Pilotprojekte hatte sich der Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg im Jahr 2012 erfolgreich mit der Bergmannstraße beworben. Eine Übersicht über Dokumente der Diskussion um die Begegnungszone Bergmannstraße 2012 bis 2016 findet sich hier.

Klar ist: „Begegnungszonen“ in Form eines „shared space“, auf dem sich alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt begegnen, kann es in Deutschland (im Vergleich zu anderen Ländern) derzeit nicht geben. Denn die Straßenverkehrsordnung STVO gibt vor, dass das Auto auf allen öffentlichen Straßen Vorrang hat, eine „gleichberechtigte Begegnung auf der Straße“ mit anderen Verkehrsarten (Fußgänger, Radfahrer) ist nicht vorgesehen. Dies zu ändern wäre die Sache einer Gesetzesänderung auf Bundesebene.

Insofern war es aus unserer Sicht eine unglückliche Entscheidung des Senats, die begrüßenswerte Idee der Förderung von Fuß- und Radverkehr im Rahmen seiner Fußverkehrsstrategie mit dem missverständlichen Begriff „Begegnungszone“ zu benennen. Das Problem mit der STVO versucht der Senat mit dem Begriff der „Berliner Begegnungszonen“ zu umgehen, mit einem offenen Planungsrahmen: „Für eine neue Begegnungszone gibt es kein ‚Kochrezept‘. Jede Straße hat ihre eigenen Stärken, Schwächen und Besonderheiten. Aufbauend auf einer gründlichen Bestandsaufnahme und der Analyse vorhandener Konflikte werden Lösungen erarbeitet, welche die prägenden Rahmenbedingungen berücksichtigen“. Ziel soll sein, dass „das zu Fuß gehen einfacher und sicherer sowie die Aufenthaltsqualität gefördert wird„.“

Nicht als Besserwisser, aber richtiger- bzw. korrekterweise müsste es m.E. „Pilotvorhaben“ statt „Pilotprojekte“ heißen, denn die Pilotvorhaben sind Vorhaben des Modellprojektes 5 der Fußverkehrsstrategie für Berlin!

Richtig finde ich, dass der Begriff „Begegnungszonen“ mißverständlich scheint, allerdings hat sich diese Wortwahl bereits „international“, u.a. in der Schweiz und Österreich, als Begriff gebildet gehabt! Deshalb muss natürlich Berlin auch „Berliner Begegnungszonen“ haben, um nicht nachzustehen!

Allerdings finde ich den ständigen Verweis, dass „irgendetwas“ hier in Deutschland bei der Planung iS Begegnungszonen nicht möglich ist, weil die StVO das nicht zulässt, nicht verständlich, da dann m.E. erst die gesetzlichen Grundlagengeschaffen werden müssten/sollten, bevor solche Begegnungszonenplanungen in Angriff genommen werden.

Die Idee eines „offenen Planungsrahmen“, wie sie von Herrn Wolfarth von Alm, SenUVK, favoritisiert wird, halte ich für kontraproduktiv!

Wenn man die Idee einer Begegnungszone verfolgt, könnte man sich m.E. auch sradtplanerisch gut vorstellen, dass diese bis zum Kreuzberg verläuft und der Marheinkeplatz einbezogen wird.

Ob die Bewerbung des Bezirks beim Senat mit der Bergmannstraße als Pilotvorhaben für eine Berliner Begegnungszone wirklich erfolgreich im Sinne der Bewerbungsanforderungen war, lässt sich m.E. erst beantworten, wenn man die entsprechenden Unterlagen lesen könnte, denn Herrn Bezirks-Stadtrat Panhoff ging es vorrangig um die Fördermittel des Senats, wie er mir persönlich auf dem Bergmannstraßenfest 2016 erklärte.

zuletzt aktualisiert 19123-10h21

19116-01 Info: Welche Funktionen hat die BBV F-K und wie wird mit BVV-Beschlüssen verfahren, siehe Wikipedia? > Bezirksverordnetenversammlung – Wikipedia→

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bezirksverordnetenversammlung

In vielen Medien wurde m.E. fälschlicherweise der Beschluss der BVV F-K vom 30.1.2019 iS Drucksache DS/1105/V, dass die Testphase der Begegnungszone Bergmannstraße Ende Juli 2019 beendet wird, falsch interpretiert.

https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=8927

Das stimmt so nicht, siehe z.B. auch den Link zum Blogbeitrag 19084-02, mit diesbezüglichen Flyer der CDU, sondern die BVV hat beschlossen, dass das Bezirksamt aufgefordert wird mit SenUVK Einvernehmen zu erzielen und zu prüfen, ob die Erprobungsphase [gemeint ist wohl die sogenannte Testphase] im Juli beendet werden kann, um das traditionell jährliche Bergmannstraßenstraßen-Jazzfest 2019 zu ermöglichen, nachdem hierzu ein Einvernehmen mit SenUVK erzielt wurde.

http://begegnungbergmannblog.ararat-berlin.de/19084-02-info-berliner-begegnungszone-bergmannstrasse-trippleb-rueckbau-der-sogenannten-testphase/

Die Anfragen von Herrn Husein, CDU, in der BVV vom 27.2.2019 iS Drucksache DS/1176/V, beantwortete der zuständige Stadtrat Schmidt laut Wortprotokoll wie folgt:
„Der Bezirk hat sich fachlich mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und den Beteiligten aus der Stadtgesellschaft im Rahmen der 25. Sitzung der Steuerungsrunde [gemeint ist wohl Zentrale Steuerungsgruppe] zur Begegnungszone [Funktion der Steuerungsgruppe?] abgestimmt. Dort ist vereinbart worden, dass das Bezirksamt bis Mitte März die Abstimmung mit dem Senat insoweit vornimmt, als dass dann eine konsistente Vorgehensweise vorgestellt werden kann. Ziel der Bemühungen ist gemäß Beschlusslage BVV Folgendes: Sicherung des Jazzfestes, Darlegung, wie der Evolutionsprozess ab Ende Juli gestaltet wird.“ … usw. zu Nachfrage 3 …

Schlussfrage Herr Hussein: „Ganz konkrete Frage: Ende Juli sind die Parklets weg. Ja oder Nein?“

Der Stadtrat [m.E. ziemlich genervt]: „Nein.“

Abgesehen davon, dass ich die Beantwortung des Stadtrates Schmidt letztlich nicht wirklich verstehe, was er mit seinem letzten Satz aussagen will, konnten wir feststellen, dass nicht etwa mit den Bauarbeiten der Testphase abgewartet wurde, bis eine „konsistente Vorgehensweise vorgestellt werden konnte“, sondern, zwar m.E. „kleckerweise“, die Fahrradbügel, nicht etwa „reversibel“, sondern mit aufwendigen, offenbar besonders kostenintensivem Tiefbauarbeiten fest „einbetoniert“ wurden. (siehe auch diesbezügliche Blogbeiträge!)

https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=8999

Wie bereits schon einmal in einm Beitrag geschrieben, heißt das für mich: durch „Fakten Tatsachen schaffen“!

19093-02 Pilotvorhaben Bergmannstraße: Testphase Berliner Begegnungszonen jetzt Tempo 20 km/h für alle! Reversible Fahrradbügel???

Am 14.2.2019 fand eine weitere, die 25. Sitzung der sogenannten „Zentralen Steuerungsgruppe“ einer angedachten „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“ (TrippleB) statt.

Laut Geschäftsordnung vom 18.6.2015 dieser Steuerungsgruppe und auch per Antwort-eMail-Schreiben vom 21.12.2018 der Referentin des Bezirk-Stadtrats Schmidt, auf meinen Antrag auf Akteneinsicht gemäß IFG (Berliner Informationsfreiheitsgesetz) vom August 2018, werden die Protokolle der Sitzungen für jeden online einsehbar veröffentlicht, wenn ich das richtig verstanden habe.
Trotz gegenteiliger Hinweise per eMail des Sprechers der interessierten „sogenannten“ Gewerbetreibenden, gehe ich davon aus, dass der entsprechende Passus in der Geschäftsordnung von 2015 (siehe Blogbeitrag 15474-01) vorrangig ist, weshalb der Link des Protokolls dieser Sitzung der Steuerungsgruppe eingefügt wurde.

15474-01 TripleB-Geschäftsordnung Steuerungsgruppe

Bezüglich der vorbeschriebenen Thematik füge ich hier, aus unserer Sicht, auch aus Gründen eines transparenten Bürgerbeteiligungsverfahrens, das Protokoll der letzten Sitzung der Steuerungsgruppe vom 14.2.2019 als PDF-Datei an, in dem vor allem der Stadtrat Schmidt, hinsichtlich oben zitierter Beantwortung der Anfrage von Herrn Husein, Drucksache DS/1176/V zum BVV-Beschluss bezüglich der Drucksache DS/1105/V vom 30.1.2019, in der BVV vom 27.2.2019 ausführlicher Stellung nimmt.

go!bb‘ 19116 BZB_Prot-Steuerung_14.02.19-1

Anmerkung zum Protokoll: Ich habe allerdings in der eMail vom Sprecher der Gewerbetreibenden vom 15.3.2019 gelesen, dass der Termin der Sitzung der Steuerungsgruppe am 19. März ausfällt!

Außerdem erläutert Herr Schmidt die seines Erachtens Notwendigkeit einer umfassenden Verkehrswende! [Notwendigkeit für die Bergmannstraße im Zusammenhang mit den Umgestaltungsmaßnahmen?]
Hinsichtlich Verkehrswende folgt gelegentlich noch ein weiterer Blogbeitrag!

Was mich verblüfft, ist, dass der Bezirk jetzt auch noch ein neues „anspruchvolles“ Projekt „Verkehrswende“ in Angriff nehmen will , obwohl die Akteure offenbar nicht in der Lage sind, das Pilotvorhaben „TrippleB“ nach über 3 Jahre die Realisation der Nachhol- und Umgestaltungsmaßnahmen der Bergmannstraße bis dato zu bewerkstelligen und  letzlich das Vorhaben „ergebnislos“ geplant haben und von den Bürgern auf „Weißen Papierblättern“ haben skizzieren lassen (Wortkreation der Akteure) und verstrichen sind!

Die Planer- bzw. das Verkehrsplanungsbüro+ musste wohl im letzten Jahr nach ca. 3 Jahren Vorhabenplanung erstaunlicherweise, ohne uns bekannte Erklärung, ausgetauscht werden.
Zwichenzeitlich waren Wahlen und eine neue „Mannschaft“ hatte das sagen!

Auch die nun neu beauftragten Planer,  jetzt Freiraumplaner, haben es, wohl auf der Grundlage der letztlich nicht mit den Bürgern abgestimmten Entwurfsplanung der Verkehrsplaner, nicht geschafft, dass diese sogenannte Testphase als „Parkletzone“ bis dato, aus welchen Gründen auch immer, „termingerecht“ nach eigenen Vorgabenbis Ende Oktober 2018 fertiggestellt werden konnte!

[Wie es scheint, eine neue Idee, eine Parkletzone! Eine von den Akteuren initierte Parkletzonen-Testphase soll jetzt der „Weisheit letzterSchluss“ sein!
Die Akteure propagieren allerdings, wohl als Alibifunktion für diese wohl ca. eine Millionen Euro teuere, m.E. kostenaufwendige sogenannte Testphase, dass diese Testphase den Wünschen der Anrainer, als Ergebnis der Auswertungen der diversen Bürgerbeteiligungsverfahren, entsprechen würden.
Übrigens m.E. eine Geldausgabe, die den Rechnungshof auf den Plan rufen sollte, meine Hinweise haben, na klar,  nichts ergeben.
Es gibt für alles eine klärende Begründung!]

Die angedachte Dauer dieser sogenannten „temporären“ Testphase mit Parklets war zuletzt ab Oktober 2018 auf ein Jahr, also über die Dauer aller vier Jahreszeiten hinweg konzipiert und fixiert.

Davon bleiben dann, sollte dem BVV-Beschluss selbst aus den „Bemühungen“ des Bezirksamtes nicht gefolgt werden können, zur „Bürgerbeteiligung und fachliche Evaluation“ keine 6 Monate mehr!
Auch wenn ich mich hier wieder, wie schon 2015/16 vorgeschlagen, wiederhole, ein qualifizierter Projektmananger bzw. profesioneller Terminplaner sollte schnellstens beauftragt werden, da die Akteure es offenbar selbst nicht können!

Da stellt sich für mich auch die Frage nach den diesbezüglichen Vertragspunkten zur Vergabe und Beauftragung der Planungsleistungen!
Gibt es vielleicht Vertragsstrafen wegen „Nichterfüllung“ der vereinbarten Vertragspflichten?

Abgesehen von der m.E. gescheiterten Testphase soll nun eine neutrale, repräsentative, transparente und objektive (statistisch wissnschaftliche) Auswertung der „Bürgerbeteiligungerfahrungen“ und fachlichen Evaluation bis zu welchem Termin erfolgen und wie?

Wie ginge es dann weiter?
1. Natürlich mit dem bereits jetzt BVV-beschlossenen und gefordeten und zugesagten Rückbau der Parkletzonen-Testphase mit allen Leistungsphasen als weiteres Projekt und eine erneute Ausschreibung und Auftragsvergabe an hoffentlich mit einem qualifizierten Planungsteam.
(Ich habe auch schon gelesen, dass Parklets auch weiterhin ggf. Teil der Umgestaltungsmaßnahmen Bergmannstraße, Begegnungskiez, werden könnten! („Nachtigall, ick hör‘ dir trapsen!“)
2. Möglichst nach einem ausgelobtem Entwufs-Wettbewerb auf Grundlage der Bürgerbeteiligungs-Auswertungs-Ergebnissen, ggf. öffentlich für ein Vorhaben dieser Entscheidungsbedeutung, ansonsten vielleicht zumindest aufgefordert, Teams aus kreativen „Gestaltern+Könnern“, Architekten, Stadtplanern, Verkehrs- und Freiraumplanern und Soziolgen usw.!
3. Meines Erachtens ein erneuter Planungsprozess nach dem Wettbewerbsergebnis auf Basis der Leistungsphasen der jeweiligen Leistungsbilder für Architekten und Ingenieure usw. (HOAI).
Hoffentlich auch unbedingt unter Einbeziehung des Baukollegiums Berlin, quasi gleich einem Gestaltungsbeirat, um nicht eine erneute „Maaßenstraße“ erleben zu müssen!
Bei diesem Pilotvorhaben geht es m.E. um gesamtstädtische Bedeutung und um Sicherung der Baukultur für Berlin, deswegen auch Pilotvorhaben und Modelprojekt im Rahmen der Fußverkehrsstrategie für Berlin!

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/baukultur/baukollegium/index.shtml

Ich möchte an dieser Stelle nochmals unseren Blogbeitrag 17434-01 in Erinnerung rufen, in welchem ich auf den Vortrag von Herrn Bartel von SenUVK eingegangen bin, den er zur „Stadt und Netz 2017“ im Mai 2017 in Ulm unter der Überschrift

„Neue Fehlerkultur im Urbanismus“
Untertitel: Testphase Begegnungszone Bergmannstraße / Berlin-Kreuzberg gehalten hat.

Abgesehen davon, dass es bis heute gar keine Testphase, noch viel weniger eine „Begegnungszone Bergmannstraße“ gibt, vielleicht auch niemals geben wird, bis dato höchstens eine Absichtserklärung, hat Herr Bartel den
„Bruch im klassischen Vorgehen“
auf der Folienseite 13 mit folgender Überschrift betitelt und besonders diese Erkenntnispunkte hervorgehoben:

„Besonderheiten der Bergmannstraße“

→ Durchsetzungsstärke Gewerbetreibende
→ Negative Presse aus dem Projekt Maaßenstraße
→ POI – berlinweit und darüber hinaus
→ Gebiet schon in den „Vorwendejahren“
städtebauliches Kampfgebiet (Hausbesetzerszene etc.)
→ Nicht hinreichende Beteiligung
→ Eingeführtes und hoch akzeptiertes Gebiet (Stichwort: Flair)
Falsche Standortwahl???
→ Tendenz der zunehmend fehlenden öffentlichen/politischen Unterstützung

KONSEQUENZ: UMSETZUNG DER PLANUNG NICHT MÖGLICH!!!

PARADIGMENWECHSEL:
Übernahme Bürgervorschlag: Testphase

Was wollte Herr Bartel von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz uns nun mit „Neue Fehlerkultur im Urbanismus“ zum Ausdruck bringen?
Was heißt eigentlich Fehlerkultur? Doch wohl auch: Aus Fehlern lernen!

Die Frage „Falsche Standortwahl???“, die Herr Bartel als eine Besonderheit bezüglich der Bergmannstraße als Pilotvorhaben für „Berliner Begegnungszonen“ hervorgehoben hat, ist in der Tat eine richtige Erkenntnis eines Fehlers und muss/sollte m.E. im Sinne der Diskussion um „Neue Fehlerkultur im Urbanismus“ bei den Akteuren „Berliner Begegnungszonen“ nachhaltig Berücksichtigung finden!

Gut erkannt Herr Bartel, machen Sie was draus!

Meines Erachtens kennzeichnen sich die Besonderheiten der Bergmannstraße nicht durch die von Herrn Bartel hervorgehobenen Punkte bezüglich Fehlerkultur iS „Berliner Begenungszonen“ aus, sondern eher dadurch, dass die Akteure keine Bereitschaft erkennen lassen, die Leit- und Richtlinien für „Berliner Begegnungszonen“ überhaupt zu definieren oder, wenn es Richtlinien geben sollte, zumindest neu zu diskutieren und nach fast fünf Jahren oder mehr Planungsdiskussionen (ohne greifbares Ergebnis für die Bergmannstraße) neu zu überdenken und im Sinne von Fehlerkultur zu agieren!

Die Bergmannstraße braucht m.E. auf keinen Fall diese sogenannten Parklets aus Oslo in dieser Anhäufung, wie die Akteure versuchen, es der Öffentlichkeit zu „verklickern“!
„Weismachen“ wollen, dass diese reversiblen Parklets- und Querungsmodule das Ergebnis der Auswertungen der Bürgerbeteiligungsveranstaltungen usw.. seien und Anlass für einen „Paradigmenwechsel: Übernahme der Bürgervorschlag für eine Testphase“ sein sollen, so Herr Bartel in seinem vorgenannten Vortrag.

Der Bürgervorschlag, mit den von uns 2015/16 formulierten Forderungen der Anrainer, der den Akteuren vorgetragen wurde, damit die Bergmannstraße zu einem noch besseren Begegnungskiez umgestaltet wird, sollte von den Akteuren auch hinsichtlich des Wohlbefindens der Anwohner, bezogen auf das „Heimatgefühl“ bedacht werden und Berücksichtigung finden!

Umgestaltung im Begegnungskiez entsprechend unserer Forderungen seit2015/16 ist notwendig. Ja!!!

Wir wollen und setzen uns seit 205/16 besonders u.a. für die folgenden, unseres Erachtens wichtigsten, weiter unten genannten, Forderungen ein!
Leider wurden die durch den Bezirk in den letzten Jahrzehnten bis dato versäumten Notwendigkeiten sogenannter „Umgestalltungsmaßnahmen“, wenn überhaupt, nur unzureichend berücksichtigt.
Dazu haben wir 2016 zwei Gestaltungsvorschläge auf der Grundlage der Gespräche mit den Akteuren und der Gewerbetreibenden mit zeichnerischen Darstellungen und Erläuterungstexten der interessierten Öffentlichkeit auf dem Bergmannstraßenfest 2016 an einem Infostand vorgestellt!



Auch hat der Sprecher der Gewerbetreibenden den entscheidungsbefugten Akteuren, Senat, Bezirk und Planern, diese Vorschläge übermittelt, um zur partizipativen Auseinandersetzung im Planungsprozess aufzufordern!

Vorchlagsskizzen der Bergmannstraße vom Mehringdamm bis zur Zossener Straße (von oben nach unten) Planung der Akteure, Vorschlag von Ararat für die Gewerbetreibenden, Vorschlag von Joachim Fleiner für die Gewerbetreibenden.

Leider waren unsere Vorschläge letzlich ohne Erfolg!
Das Gespräch wurde nicht wirklich gesucht, wie ich es erwartet hätte!
Bis auf ein allgemeines Tabellendokument, in de unsere Vorschläge zwar Erwähnung finden, aber ohne jegliche Rücksprache.

Den letztlich wohl abstimmungsberechtigten Bezirksverordnetinnen und -verordneten des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg wurden diese Dokumente und unsere Forderungen auch zur Kenntnis gebracht  (leider bis dato unbverständlichweise auch erfolglos):

→ Den Charakter der Straße bewahren
→ Querungsmöglichkeiten schaffen
→ Autos und Zweiräder entschleunigen
→ Parkplätze erhalten

16074-02 Begegnungszone Bergmannstraße Forderungsliste der Gewerbetreibenden

Meines Erachtens wurde von uns auch die Thematik „Parkplätze“ in unseren Vorschlägen nicht nur bedacht, sondern auch aus unserer Sicht mit praktikabelen Lösungen im Sinne der Akteure vorgeschlagen!
In unserem ARARAT-Vorschlag wurden z.B. unter Berücksichtigung der Umverteilung von Parkplätzen im Zuge der angedachten Parkraumbewirtschaftung hinsichtlich von Ausgleichsmaßnahmen für (vorerst) gut die Hälfte der derzeit vorhandenen Parkplätze in der Bergmannstraße durch Queranordnung der parkenden Fahrzeuge in den einmündenden breiten Seitenstraßen vorgesehen und damiterhalten, so dass keine Parkplätze entfallen müssen..

19096-01 Begegnungszone Bergmannstraße: Pilotvorhaben Testphase für Berliner Begegnungszonen – Tempo 20

Hinsichtlich Parkletzone denke ich schon eher u.a. an das Realprojekt der Universität Stuttgart:

http://parklet-stuttgart.de/wp-content/uploads/2018/03/Parklets-fuer-Stuttgart_Bericht.pdf

oder an das aufgelegte Programm der Bürgermeisterin Paris aus dem Jahre 2015 >permis de végétalisier< durch welches das Entstehen von Stadtgärten im öffentlichen Raum (jardinage urbain) Hochbeete, Kompostboxen, Bienenweiden, Sitzmöbel usw) gefördert werden soll.
[Demnächst auch in einem Blogbeitrag vorgestellt!]

… und wen’s noch interessiert, zum Schluß zur Info ein Blogbeitrag mit Artikeln zur Bergmannstraße in der März-Ausgabe der „Kiez und Kneipe“:

Blogbeitrag zum Vortrag Herr Bartel SenUVK 2017 in Ulm

zuletzt aktualisiert 19117 17h46 spe :

19107-01 „Berliner Begegnungszone Bergmannstraße“ (TrippleB) > ARARAT-Plakat-Aktion: Straßenbild Verunstaltung stoppen!

Das jährliche Bergmannstraßen-Jazzfest 2019 soll/kann dieses Jahr nicht in der Bergmannstraße gefeiert werden, da die sogenannten, m. E. „lieblos“ geplanten Parkletsmodule bzw. die sogenannte Testphase insgesamt das unmöglich machen! Die Akteure haben das Pilotvorhaben Berliner Begegnungszonen Bergmannstraße eben offenbar nur als „Verkehrsprojekt“ behandelt und überplant, weshalb die Akteure offenbar es weder für notwendig erachtet haben z.B. einen Wettbewerb für das Modell-Projekt 5 „Berliner Begegnungszonen“, noch für die einzelnen Pilotvorhaben auszuloben!

Mehr noch, die Akteure haben es abgelehnt, der Einladung des Baukollegiums Berlin, quasi zu vergleichen mit einem Gestaltungs-Beirats, das Modellprojekt Berliner Begegnungszonen bzw. das Pilotvorhaben für Gesamt-Berlin Bergmannstraße nachzukommen und zu erläutern!

Warum wohl?

Außerdem betonen die Akteure immer wieder, dass diese sogenannte Testphase in enger Abstimmung und nach den Wünschen der Auswertungs-Ergebnisse der diversen Bürgerbeteiligungsmaßnahmen mit den Anrainern geplant wurde, quasi partizipativ. Ich wage zu behaupten, dass von Partizipation nicht die Rede sein kann, noch das ein Anrainer wirklich eine solche Testphase für schätzungsweise fast 1 Mio sich vorgestellt hat und noch weniger, dass sie diese gelben sogenannten reversiblen Parklets etc. überhaupt kannten.

Die beiden Entwurfsskizzen der Gewerbetreibenden zum Zeitpunkt des Bergmannstraßenfest 2016 wurden m.E. von den Akteuren einfach ignoriert und blieben ohne ernsthaftes partizipatives Planungsgespräch bei der Planung von LK.Argus und A24 unberücksichtigt!

Unseres Erachtens eine unverständliche Missachtung des Engagements betroffener Bürger!

Begegnungszonen sind m.E. nicht automatisch Parkletzonen!

Das war m.E. ein Schnellschuss, eine Entscheidung hinter verschlossenen Türen, eine „eigenwillige“, einsame Entscheidung der Akteure, Senat und Bezirk!

Straßengestaltungsfragen schienen da wohl nicht so wichtig, obwohl m.E. neben der Funktionalität gerade gut gestaltete Vorhaben/Projekte und Objekte eine für jedermann „gehörige“ Portion „Lebensqualität“ ausmachen können!

Meines Erachtens, sozusagen ein Reinfall, auf dem Rücken der Anrainer, zur Profilierung der Akteure!

Im Jahre 2019 wird das Bergmannstraßenfest Ende Juni in der Kreuzbergstraße veranstaltet, nicht etwa als Kreuzbergstraßenfest, nein als Bergmannstraßenfest!

Dabei sollte doch durch die Umgestaltungsabsichten der Bergmannstraße der Akteure im Bergmannkiez alles besser werden! Zitat, zu Zeiten des Stadtrat Herrn Panhoff, Dr. Heinrichs, Verkehrsplaner LK.Argus: „Die Bergmannstraße ist eine tolle Straße, aber da ist noch Luft drin„.

Ja, in jedem Reiseführer dieser Welt, der sich für Berlin begeistert, wird ein Besuch der Bergmannstraße erwähnt, empfohlen, nicht zuletzt wegen der Aufenthalts- und Erlebnisqualität, die auch, nicht nur, den gewerblichen Anrainern zu verdanken ist, die den Begegnungskiez seit 35 Jahren zudem verholfen haben, was er heute ist!

Leider wurde vom Bezirk in dieser Zeit, aus welchen Gründen auch immer, viele „Notwendigkeiten“, die wir in unseren Forderungen 2016 formuliert haben, vernachlässigt!

In diesem Zusammenhang stellen wir uns auch die Frage, was ist eigentlich mit dem Modell-Projekt 6, Einzelhandel, der Berliner Fußverkehrsstrategie?

„Jetzt haben wir den Salat!“ … und das, obwohl am 30. Januar 2019 die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg mehrheitlich beschlossen hat, dass die Testphase bis zum Bergmannstraßenfest zurückgebaut gebaut wird oder richtiger zumindest zu prüfen, ob das u.a. zeitlich machbar ist, um das diesjährige Bergmannstraßen-Jazzfest zu ermöglichen. Übrigens auch eine der Forderungen aus den Ergebnissen der diversen Bürgenbeteiligungsaktionen!

Stattdessen wurde begonnen, z.B. die Fahrradbügel mit aufwendigen Tiefbaumaßnahmen im Straßenlandbereich, wo vorher Parkplätze waren,  nicht reversible Fahrradbügel einzubauen, quasi einbetoniert, ohne dass abgewartet wurde, was die Prüfung bezüglich eines Rückbaus der Testphase gemäß BVV-Beschluss ergeben hat und die Bezirksverordneten über das Ergebnis der Prüfung aufschlussreich informiert wurden.

Für uns, quasi durch Fakten Tatsachen schaffen!

19107-18h13 edidiert 19111-23h06

19105-01 (Feiertag in Berlin) Info: Verlinkung in alten Blogbeiträgen „begegnungbergmannblog“, z.B. Links der Akteure, nicht mehr im Original? Dazu wie folgt > Wir verlieren täglich Tausende Datenpunkte Zeit- und Mediengeschichte • Konrad Lischka

https://www.konradlischka.info/2015/11/blog/wir-verlieren-taeglich-tausende-datenpunkte-zeit-und-mediengeschichte/

Heute habe ich wieder festgestellt, als ich einen Link in einem Blogbeitrag von 2016 angeklickt habe, dass das angezeigte Ergebnis, ohne Kennzeichnung bezüglich einer Aktualisierung, nicht mehr das originale Dokument anzeigte!

Darin sehe ich ein Problem und suche nach einer praktikablen Lösung, um dauerhaft auf das Dokument zurückzugreifen zu können, was zum Zeitpunkt der Erstellung des Beitrags aktuell war!